PATIENTEN FRAGEN oder FAQ

Dr. Petsch erhält eine Vielzahl von Anfragen.

Wir haben Ihnen die interessantesten für Sie nach 
Themen geordnet und zusammengestellt.
  1. Erfolgsprognose einer Refertilisierung
     
  2. Der Urologe hat ein Stück Samenleiter entfernt - ist das ein Problem entfernt
      
  3. Erfolglose ICSI nach Hodenbiopsie - Refertilisierung jetzt noch möglich? ICSI nach Hodenbiopsie
      
  4. Wie hoch sind die Risiken einer Refertilisierung?
      
  5. Ist eine Ratenzahlung möglich?
       
  6. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Refertilisierung?
      
  7. Ab wann kann ich nach einer Refertilisierung schwanger werden?
      
  8. Wie verhalten ich mich nach der Refertilisierung?
      
  9. Kann die Refertilisierung / Vasovasostomie sich wieder verschließen?
      
  10. Wo sollte ich mich operieren lassen?
      
  11. Was sind Anti-Spermien-Antikörper?
     
  12. Kann die Refertilisierung auch als ambulante OP durchgeführt werden?
     
  13. Benötige ich den OP Bericht der Sterilisation?
     
  14. Alternative: künstliche Befruchtung?

1. Erfolgsprognose einer Refertilisierung

Refertilisierung nach 13 Jahren?
geschrieben von: Frank Lietz iD4CC06EE.versanet.de
Datum: 23. April 2005 22:22

Guten Tag Hr. Doktor,
ich habe vor etwa 13 Jahren bei mir eine Vasektomie
ambulant bei einem Urologen in Gelsenkirchen vornehmen lassen.
Können Sie mir näheres sagen über Chancen und Risiken einer
Refertilisierung.
Ich bin 49 Jahre alt, körperlich gesund, habe allerdings bis vor
5 Jahren ziemlich stark geraucht.
Im Vorraus herzlichen Dank.
mit freundlichen Grüßen
Frank Lietz
Vaterschaft nach Sterilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 1Cust140.tnt15.hdn1.deu.da.uu.net
Datum: 27. April 2005 09:47

Sehr geehrter Herr Lietz,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Tatsächlich gehört unsere Andrologie zu den bundesweit führenden Zentren für andrologische Mikrochirurgie.
Die Rückgängigmachung der Sterilisation (Vasovasostomie, mikrochirurgische Refertilisierung) ist heute mit sehr guten Erfolgsaussichten möglich. Während der Operation werden die verschlossenen Samenleiterenden freigelegt, dann wird die Durchgängigkeit der Stümpfe geprüft. Schon während der Operation wird ein erstes Spermiogramm angefertigt. Die Samenzellproduktion in den Hoden ist auch nach vielen Jahren Sterilisationsdauer meist noch gut intakt.
In Ihrem speziellen Fall benötige ich noch einige Informationen, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Vaterschaft abzuschätzen. So ist es natürlich günstig, wenn sicher ist, dass Sie vor der Sterilisation auch wirklich fruchtbar waren - so haben die meisten meiner Patienten bereits ein oder mehrere Kinder aus der Zeit vor der Sterilisation. Auch das Alter der Partnerin und die Frage, ob die Partnerin sicher fruchtbar ist, spielt eine wichtige Rolle. Jüngere Frauen sind im Allgemeinen empfänglicher als ältere - prognostisch günstig ist natürlich, wenn die Partnerin bereits schon einmal schwanger war oder bereits eigene Kinder hat.

Analysen unserer eingen Patientendaten und die anderer Operateure zeigen bei einer Vasektomiedauer von 10-15 Jahren eine Durchgängigkeitsrate der wieder verbundenen Samenleiter von ca. 70% nach; ca. 45% der Paare bekommen ein Baby. Diese Ergebnisse sind damit deutlich besser als alle Alternativverfahren wie zum Beispiel die künstliche Befruchtung (TESE / ICSI).
Die Operation dauert ca. 2-3 Stunden und wird in Vollnarkose durchgeführt. Die meisten Patienten bleiben nach dem Eingriff eine Nacht in der Klinik, auswärtige Patienten reisen meist am Tag vor der OP an. Aber auch eine ambulante Durchführung ist möglich.
Mit unserem eingespielten OP Team führen wir pro Woche ca. 2-3 Refertilisierungen durch und gehören damit zu den bundesweit führenden Zentren für Andrologie und Mikrochirurgie. Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Urologie sollte ein Operateur mindestens 30 Refertilisierungsoperationen pro Jahr ausführen. Nicht nur aus dem ganzen Bundesgebiet, auch aus den umliegenden Nachbarländern reisen Patienten an, um eine Refertilisierung in Golzheim durchführen zu lassen. Die Klinik profitiert dabei auch von der Attraktivität der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie der guten Erreichbarkeit per Autobahn, ICE und über den nahegelegenen internationalen Flughafen.
Die Kosten für den hochspezialisierten Eingriff sind bei Dr. Petsch zu einer Komplettpauschalen zusammengefaßt. Die Alternative der künstlichen Befruchtung, d.h. Samenzellentnahme aus dem Hoden (TESE) mit anschließender künstliche Befruchtung (ICSI) sind nicht nur erheblich teuerer ( pro ‚Zyklus' gesamt ca. 5000,- bis 6000,-, Euro meist sind mehrere Zyklen erforderlich; Selbstzahlerleistungen), sondern bedeuten für die Partnerin auch eine erhebliche gesundheitliche und psychische Belastung (Hormonbehandlungen, Eizellentnahme, Embryotransfer). Außerdem sind die Schwangerschaftsraten der künstlichen Befruchtung deutlich geringer als nach Refertilisierung eines sterilisierten Mannes - und die ‚natürliche Zeugung' ist wesentlich angenehmer.
Insgesamt kann daher die Refertilisierung als Verfahren der 1. Wahl bei Kinderwunsch nach Sterilisation empfohlen werden.
Weitere Detailinformationen können Sie gerne per Email oder per Post anfordern. Unter www. androdoc.de sind ebenfalls weitere Infos hinterlegt.
Sie sind herzlich willkommen, mich persönlich in einem unverbindlichen Beratungsgespräch kennenzulernen - Interessenten für eine Refertilisierung erreichen mich direkt unter der Telefonnummer 0211-4379115. (bitte ggf. Nummer hinterlassen - Sie werden zurückgerufen.)

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Erfolgsaussichten einer Refertilisierung?
geschrieben von: Joachim Beuchert 213.252.141.100
Datum: 26. September 2005 11:39

Hallo Herr Dr. Petsch,

bei mir wurde die Sterilisation vor 12 Jahren durchgeführt. Ich bin 50 Jahre alt und habe zwei Töchter (18 und 20 jahre alt) aus erster Ehe. Ich bin - leider immer noch - starker Raucher und leide an Hypertonie, die medikamentös eingestellt ist.

Meine Lebensgefährtin ist 28 (ohne eigene Kinder) und wir wünschen uns in den nächsten 2 - 3 Jahren ein Kind. Mein Urologe rät eher zur TESA-MESA-Methode, weil er die Erfolgsaussichten einer Refertilisierung nach 12 Jahren als sehr gering einstuft. Ich bin unschlüssig, auch was die Risiken aufgrund meines eigenen Gesundheitszustandes anbelangt.

Für Ihren Rat wäre ich Ihnen sehr verbunden. Herzlichen Dank im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Beuchert

Hallo Herr Beuchert,
auch nach 12 Jahren sind die Erfolgsaussichten, die Zeugungsfähigkeit nach Sterilisation wieder herzustellen und auf natürlichen Weg Vater zu werden, deutlich höher als die Aussichten, per künstlicher Befruchtung ein gemeinsames Kind zu bekommen.
Zwar nehme die Erfolgschancen mit zunehmender Sterilisationsdauer ab. Da Sie aber vor der Sterilisation sicher fruchtbar waren (Vaterschaft besteht ja) und außerdem noch Ihre Partnerin relativ jung ist (das eine 28jährige Frau fruchtbarer ist als z.B. eine Frau mit 42 Jahren, ist allgemein bekannnt), sind Ihre Aussichten, nach Refertilisierungsoperation Eltern zu werden, günstig. Allerdings sollten Sie sich an einen Operateur wenden , der Refertilisierungen regelmäßig durchführt - allgemein empfohlen wird eine Operationshäufigkeit von mindesten 30 Refertilisierungen im Jahr.
Das Zentrum für Andrologie und Mikrochirurgie in Düsseldorf gehört zu den meistfrequentierten Zentren für Refertilisierungen in Deutschland - wir führen praktisch täglich eine  'Refi' durch.
Wenn Sie Bedenken wegen den OP Risikos haben, sollten Sie sich am besten von Ihrem Hausarzt oder Internisten nochmals untersuchen lassen. Die Risiken und Belastungen der Refertilisierung entsprechen in etwa der Sterilisation - auf Wunsch kann der Eingriff bei uns auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.
Falls Sie weiteres Infomaterial wünschen, schicken Sie uns Ihre Adresse - Sie erhalten ausführliche Informationen einschließlich eines Patienteninformationsfilmes.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
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Sterilisation vor drei Jahren - Erfolgsaussichten?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50

Sehr geehrter Dr. Petsch!
Mein Mann ist 36,ich bin 30,wir haben ein gemeinsames Kind und sind gesund.Die Sterilisation liegt bei meinem Mann drei Jahre zurück.Wie hoch schätzen Sie in unserem Fall die Chancen auf eine erneute Schwangerschaft ein?
Viele Grüsse ,
Imsa

Hallo Imsa
Die Erfolgsaussichten für eine erneute Elternschaft nach einer Refertilisierung sind Ihrem Fall sicherlich ausgezeichnet.
Alle Prognosekriterien sind sehr günstig: Sterilisationszeit relativ kurz, Partnerin jung und sicher fruchtbar, und sehr günstig: es gibt bereits ein gemeinsames Kind, d.h. sie beide sind auf jeden Fall 'kompatibel'. Wenn ich eine Zahl nennen sollte, so würde ich Ihre Chance auf eine erneute Elternschaft nach Refertilisierung auf ca. 70% schätzen.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
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Prognose einer Refertilisierung - wir haben schon gemeinsame Kinder....
geschrieben von: R.Schmitz 213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 23:14

Hallo
Ich habe im Dezember 99 eine Sterilisation machen lassen, die ich jetzt wieder rückgängig machen lassen möchte.
Ich bin 33 Jahre und meine Frau 29 Jahre alt wir sind seit 9 Jahren verheiratet und haben bereits zwei Töchter im Alter von 8 und 7 Jahre.
Nun ist der Wunsch noch einmal Eltern zu werden sehr groß, wie hoch sind die Erfolgsaussichten, das eine Schwangerschaft eintritt.
Meine Frau hat auch bis dato nie die Pille genommen, weil sie die nicht verträgt.
Hätten Sie kurzfristig Anfang Dezember noch Termine frei für eine Operation?
Ich bedanke mich schon mal im vorraus für Ihre Antwort!!!
Viele Grüße
R. Schmitz

Re: Prognose einer Refertilisierung - wir haben schon gemeinsame Kinder....
Hallo Herr Schmitz,
Paare, die bereits gemeinsame Kinder haben, sind 'die besten' Kandidaten für eine erfolgreiche Refertilisierung und erneute Elternschaft. Eine konkrete Auskunft kann ich auf diesem Weg nicht angeben, aber in ähnlichen Fällen stellten sich in über 70 % der Fälle wieder eine Schwangerschaft mit Geburt eines Kindes ein.
Termine im Dezember sind natürlich schon fast alle vergeben, aber wir werden gerne versuchen, für Sie eine Lösung und ggf. noch einen OP Termin im Dezember zu finden.
Wenn Sie einen OP Termin absprechen möchten, sollten Sie mich direkt in meinem Büro anrufen.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Fellow European Board of Urology
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Ich weiss nicht, ob ich vor der Sterilisation fruchtbar war? Wie ist die Prognose?
geschrieben von: W. Kerschbaum 213.252.141.100
Datum: 11. January 2007 15:22

Hallo

Ich bin 35 Jahre jung und habe mich relativ bald sterilisieren lassen. Dieser Eingriff geschah ambulant und zwar am 13.9.1997.
Ist also doch schon sehr lange her. Ob ich vorher fruchtbar gewesen bin, kann ich leider nicht sagen.
Mit zunehmenden Alter begann ich immer mehr an dieser Entscheidung zu zweifeln und so beschloß ich diesen Eingriff wieder rückgängig machen zu lassen. Ich habe natürlich auch schon einen Termin bei meinem Urologen um über eine Refertilisierung zu reden, möchte mich aber auch anderweitig informieren.
Gibt es auch in Österreich einen Spezialisten auf diesem Gebiet, den Sie mir bedenkenlos weiterempfehlen können? Wie stehen die Chancen generell um wieder fruchtbar zu sein? Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!

mfg

W. Kerschbaum

Re: Ich weiss nicht, ob ich vor der Sterilisation fruchtbar war? Wie ist die Prognose?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 12. January 2007 11:30

Hallo Herr Kerschbaum,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Auch nach 10 Jahren ist die Refertilisierung in den allermeisten Fällen der aussichtsreichste Weg um nochmals Vater zu werden. Die Hoden produzieren Samenzellen auch noch nach vielen Jahren - ich habe gerade das Spermiogrammergebnis von einem meiner Patienten zugeschickt bekommen, den ich nach 31 Jahren (!!) Sterilisationsdauer refertilisiert habe - mit guten Spermiogrammwerten.
Wenn Sie nicht wissen, ob Sie vorher fruchtbar waren, kann man während der Refertilisierung eine Biopsie aus den Hoden entnehmen. So weiss man anschließend ganz genau, ob Samenzellen vorhanden sind. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie ggf. die Biopsie schon vor der Refertilisierung durchführen lassen. Aber bitte von einem vorsichtigen Operateur, der hoffentlich bei der Biopsie nichts am Hoden oder Nebenhoden beschädigt!

Wer in Österreich Refertilisierung durchführt ist mir nicht bekannt. Vielleicht sollten Sie selbst nochmals per Internet recherchieren. Kann aber auch sein, dass es in Österreich kein Zentrum gibt, dass so wie die Zentren in Deutschland auf mikrochirurgische Refertilisierungen spezialisiert ist und pro Woche 2-3 Operationen durchführt. Zu uns reisen häufiger auch Patienten aus Österreich, um sich hier operieren zu lassen.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung,
mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
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Erfolgsaussichten nach 8 Jahren?
geschrieben von: C. Vorberg 213.252.141.100
Datum: 06. March 2007 12:03

Sehr geerter Herr Petsch,

mit Interesse habe ich in diesem Forum gelesen, dass mich wohl wieder etwas ermuntert hat. In vielen Seiten des www kann man lesen das eine Refertilisierung zwar möglich ist, aber die Erfolgschancen gering bleiben. Hier wurde realistisch und prozentual dargestellt, wie die Erfolgschancen denn so waren. Trotz allem interessiert es mich, auch wenn Sie wahrscheinlich diese Antwort zum 1000mal geben müssen, wie Sie denn diese Situation einschätzen würden.
Mein Partner und ich haben in letzter Zeit über einen Kinderwunsch geredet, nur besteht das Problem dass er sich im Alter von 25 Jahren (vor ca. 8 Jahren) sterilisieren hat lassen (naiv und jung). Nun haben sich die Lebensumstände geändert. Er war aber definitiv zeugungsfähig, da er schon eine Tochter bekommen hat. Jetzt ist er im Alter von 32 Jahren, medizinisch gesund und jung geblieben ich bin 21 Jahre alt (habe aber noch keine Kinder). Wie hohe Erfolgschancen rechnen Sie bei einer Refertilisierung in diesem Fall spontan bzw. ungefähr ein? Bzw. wäre die Refertilisierung überhaupt ratsam oder sollte ich mich damit abfinden, in diesem Fall besser keine Kinder zu bekommen?

Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
c. Vorberg
Fruchtbarkeit wieder möglich?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 09. March 2007 12:17

Hallo Frau Vorberg,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Chancen für Sie beide, nach einer Refertilisierung des Mannes erneut Eltern zu werden, würde ich realistisch auf sicherlich 50% einschätzen.
Auch nach 8 Jahren ist es mit guten Erfolgsaussichten möglich, die Fruchtbarkeit des Mannes wiederherzustellen. Das Ihr Mann vor der Sterilisation fruchtbar war ist dabei eine wichtige Information.
Sie selber sind jung, was für einer Schwangerschaft prognostitisch auch sehr günstig ist - trotzdem würde ich Ihnen raten, mit Ihrem Frauenarzt einmal über das Thema Kinderwunsch zu sprechen und ob ggf. Untersuchungen bei Ihnen sinnvoll sind, um eine Fruchtbarkeitsstörung auf Ihrer Seite ganz sicher auszuschließen.
Für weitere Fragen stehe natürlich gerne zur Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

Prognose nach Refi - 12 Jahre sterilisiert....gemeinsame Kinder....
geschrieben von: Claudia 213.252.141.100
Datum: 21. November 2006 09:35

Hallo,
ja also vor 12Jahren hat mein Mann sich dann dazu entschloßen, sich sterilisieren zu lassen. Wir waren ziemlich jung ,es wurden zwei gesunde Kinder geboren da war ich 25Jahre und mein Mann 27Jahre.Aufgrund von zwei Kaiserschnitten ,und ich Raucherin sagten wir uns damals unsere Familienplanung wäre abgeschloßen. Doch siehe heute 12Jahre später stellt sich uns doch der Wunsch nach noch einem Kind da. Bin damals bei beiden Schwangerschaften sofort Fruchtbar gewesen. Könnten sie mir in etwa Angaben machen wir die Chancen sind nach so einer langen Zeit die Sache wieder rückgängig zu machen. Ich bin heute 39Jahre und mein Mann 41.
Vorab vielen Dank für Ihre Mühe

Hallo Herr. Dr.
habe mich heute mal an den Urologen gewandt der damals den Eingriff meines Mannes vorgenommen hat. Die Sterilisation war im Dezember 1995 also 11Jahre ist es genau her. Ich würde sie bitte mir doch die Prognose zu schildern wie hoch die Prozentzahl in etwa ist wieder schwanger zu werden. Man darf ja nicht vergessen das ich zwischenzeitlich auch schon 39Jahre bin.

Vielen dank für Ihre Mühe

Gruß
Claudia

Re: Prognose nach Refi - 12 Jahre sterilisiert....gemeinsame Kinder....
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 02. January 2007 08:53

Hallo Claudia,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Abteilung Andrologie und Mikrochirurgie der Paracelsus Klinik Golzheim in Düsseldorf ist eines der europaweit meistfrequentierten Zentren für Refertilisierungsoperationen bei Männern.
Es ist in fast allen Fällen mit guten Erfolgsaussichten möglich, eine Sterilisation beim Mann durch Wiederverbinden der Samenleiterenden unter dem OP Mikroskop rückgängig zu machen.
Die Erfolgsrate hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Sterilisationsdauer: in Ihrem Fall mit ca. 11 Jahren mittel.
Fruchtbarkeit der Partnerin: 39 Jahre, bereits 2 Kinder. Sehr günstig - das Paar hat gemeinsame Kinder. Bitte ggf. Untersuchung beim Frauenarzt durchführen lassen.
Statistische Auswertung der Erfolgsrate der Refertilisierung:
Verschlußzeit <5 Jahre Positives Spermiogramm in 88% Schwangerschaftsrate 61%
Verschlußzeit 5-10 Jahre Positives Spermiogramm 83% Schwangerschaftsrate 46%
Verschlußzeit 10-15 Jahre Positives Spermiogramm 68% Schwangerschaftsrate 42%
Verschlußzeit >15 Jahre Positives Spermiogramm 62% Schwangerschaftsrate 27%

Wenn Sie uns Ihre Postadresse mitteilen, übersenden wir gerne ausführliches Infomaterial.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

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2. Der Urologe hat ein Stück Samenleiter entfernt - ist das ein Problem entfernt.

Ein Stück Samenleiter fehlt......
geschrieben von: Nikolaus Grandmontagne 213.252.141.100
Datum: 14. November 2005 11:20

Sehr geehrter Herr Petsch,
ich habe mich schon ein wenig informiert und weiß, was bei einer Refertilisierung auf mich zu käme. Ich bin 42 Jahre alt und seit 2001 zeugungsunfähig durch Vasektomie. Dabei wurden ein bis zwei cm der Samenleiter großzügig entfernt. Ich habe einen Sohn aus erster Ehe war also zeugungsfähig vor dem Eingriff. Meine Lebenspartnerin ist jetzt 43 Jahre alt und hatte bisher noch keine Kinder. Um ein gemeinsames Kind bekommen zu können habe ich mich entschlossen, eine Refertilisierung ins Auge zu fassen.

Dabei habe ich aber folgende Fragen: Ist es trotz Fehlens größerer Teile der Samenleiter möglich eine erfolgreiche Refertilisierung an mir durchführen zu lassen? Welche Möglichkeiten gibt es herauszufinden, ob meine Partnerin überhaupt noch eigene Kinder haben kann? Sprich, lohnt sich diese Mühe überhaupt? Von einer externen Befruchtung (mit z.B. TESE) möchte ich absehen, gerade im Hinblick auf die Belastungen für meine Partnerin.

Vielen Dank im Voraus

mfG
N. Grandmontagne

Re: Ein Stück Samenleiter fehlt......
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 16. November 2005 17:22

Sehr geehrter Herr Grandmontagne,
die Aussichten für Sie persönlich, durch eine mikrochirurgische Refertilisierung wieder zeugungsfähig zu werden sind günstig: Sie waren vor der Sterilisation sicher fruchtbar, die Sterilisationsdauer ist mit 4 Jahren noch vergleichsweise kurz. Ob durch die 'großzügige`Entfernung von Samenleiterlänge ein Problem zu erwarten ist, kann ich erst nach einer persönlichen Untersuchung sagen; bisher hatte ich aber noch keinen Fall, bei dem eine Refertilisierung wegen zu langer Defektstrecke gescheitert wäre. Der längste Defekt, den wir dabei bisher ausgeglichen haben, war ca. 7-8 cm. Wir hatten auch schon Patienten, die 'zweimal' sterilisiert waren (erneute Sterilisation mit weiterbestehendem Samenzellnachweis auch nach Sterilisation). In solchen Fällen arbeitet der Urologe normalerweise auch 'sehr gründlich', und auch in diesen Fällen war die Refertilisierung ohne größere Probleme möglich. Es ist im übrigen fast immer gut möglich, einer Sterilisation 'in der Leiste' zu refertilisieren, allerdings entfällt bei diesen Fällen die Möglichkeit der Tubulovasostomie.
Die Aussichten auf eine Schwangerschaft bzw. Vaterschaft nach der Refertilisierung mit einer 43 Jahre alten Partnerin sind natürlich deutlich schlechter als mit einer jüngeren Frau - das würde auch gelten, wenn Sie nicht sterilisiert worden sind. Allerdings sind die Erfolgschancen auch der Alternative der künstlichen Befruchtung bei älterer Partnerin deutlich vermindert. (Sorry an unsere weibliche Leserschaft, aber so ist das nun mal).
Ich würde in einem Fall wie bei Ihnen empfehlen:
1. Persönliche Untersuchung bei einem erfahrenen Andrologen bzw. Mikrochirurgen.
2. Gynäkologische Untersuchung der Frau.
Falls alles o.k. dann
Mikrochirurgische Refertilisierung mit der Einfrierung (Kryokonservierung) von Hodengewebe. Sollte nach der OP nicht schnell ein gutes Spermiogramm erreicht werden, zeitnahe Vorstellung als Paar in einem Kinderwunschzentrum zur unterstützenden Therapie.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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3. Erfolglose ICSI nach Hodenbiopsie - Refertilisierung jetzt noch möglich? ICSI nach Hodenbiopsie

Erfolglose ICSI - Refertilisierung noch sinnvoll?
geschrieben von: Andrea Lange 213.252.141.100
Datum: 15. January 2006 15:25

Hallo Herr Dr. Petsch,

mein Mann wird 46 Jahre, hat einen Sohn (geb. 1990) aus erster Ehe und wurde 1994 sterilisiert. Nun bin ich in sein Leben getreten (33 Jahre, keine Kinder, aber Kinderwunsch). Aufgrund des Kinderwunsches wurde 2003 Hodengewebe entnommen und eingefroren, und zwar mit dem besten Ergebnis. Nun haben wir aber ziemlich erfolglos schon die zweite ICSI-Behandlung hinter uns, und zwar deshalb, weil die Dinger nicht beweglich genug sind. Wie wären denn die Aussichten bei einer Refertilisierung?

Viele Grüße
Andrea Lange

Refertilisierung vs. ICSI
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 18. January 2006 14:15

Hallo Frau Lange,
wenn die Hodenprobenentnahme gute Samenzellen ergeben hat, so sind auch die Aussichten für eine erfolgreiche Refertilisierung gut.
Bei erneutem Kinderwunsch nach Sterilisation des Mannes ist die mikrochirurgische Refertilisierung sicher die aussichtsreichste Maßnahme. Die Erfolgsraten der künstlichen Befruchtung sind deutlich geringer - und dazu ist die künstliche Bruchtung wesentliche aufwendiger, teuerer, und die Partnerin muß auch behandelt werden.
Wenn nun die künstliche Befruchtung, wie bei Ihnen, erfolglos bleibt, so stellt sich die Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, jetzt mit einer Refertilisierung noch schwanger zu werden?
Bei Männern mit einer Sterilisationsdauer von 10-15 Jahren zeigen die Ergebniszahlen der auf Refertilisierungen spezialisierten Zentren einein positiven Samenerguß in 70% der Fälle und eine Schwangerschaftsrate von 42%. Die Schwangerschaftsrate hängt natürlich auch von der Fruchtbarkeit der Frau ab - wenn diese bei Ihnen normal ist (was ich annehme), so sehe ich auch bei Ihnen einen realistische Chance, nach Refi schwanger zu werden.
Ein wichtiger Vorteil nach der Refertilisierung ist , dass die Befruchtungsphase nicht nach 2 Zyklen endet, wie bei der künstlichen Befruchtung, sondern dass Sie bei einem 'wieder fruchtbaren' Partner im Prinzip bei jedem Eisprung die Chance auf eine Schwangerschaft haben ....... die 'Befruchtung' findet ja auf natürlichem Weg statt!

Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
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4. Wie hoch sind die Risiken einer Refertilisierung?

Risiken einer Refertilisierung ?
geschrieben von: J. Kaufmann 213.252.141.100
Datum: 18. January 2006 17:07

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch,

vielen Dank für die Infos. Was mir noch am Herzen liegt, ist diese OP sehr kompliziert bzw. gefährlich für meinen Partner? Besten Dank!

Mit freundlichen Grüßen
J.Kaufmann

Re: Risiken einer Refertilisierung ?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 23. January 2006 10:38

Hallo Frau Kaufmann,
die OP Risiken sind nicht höher als bei der Sterilisation.
Die Refertilisierungsoperation ist natürlich deutlich schwieriger als eine Sterilisation, schließlich soll der Samenleiter ja durchgänig und flüssigkeitsdicht wieder vernäht werden. Also kompliziert nein, schwierig ja.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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5. Ist eine Ratenzahlung möglich?

Re: Refertilisierung - Ratenzahlung möglich?
213.252.141.100
Datum: 19. May 2006 19:02

Sehr geehrter Dr. Petsch,

mein Alter ist 40 Jahre, und ich habe vor 10 Jahren eine Vasektomie vornehmen lassen. Ich habe mich damals dazu entschlossen weil meine damalige Frau psychisch krank war und schon zwei Kinder hatte. Danach kam die Trennung, und jetzt bin ich mit einer Frau zusammen, die 7 Jahre jünger ist als ich und wir uns gemeinsam ein Kind wünschen in absehbarer Zeit. Nun habe ich gelesen, dass die Refertilisierung pauschal berechnet wird und vom Patienten selbst bezahlt werden muss. Meine Frage an Sie: Besteht die Möglichkeit diese Operation nicht auf einmal zu bezahlen, sondern in mehreren Schritten? Ich befinde mich zur Zeit in einer Umschulungsmaßnahme der LVA Niederrhein in Bad Pyrmont. Ich hoffe Sie können mir helfen!Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Kosten der Refertilisierung / Vasovasostomie
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 23. May 2006 08:49

Hallo,
vielen Dank für Ihre Anfrage - wir erhalten ähnliche Fragen häufiger.
Es hat in der Vergangenheit mehrfach Fälle gegeben, in denen die Zahlung trotz erfolgreicher OP sehr zögerlich oder gar nicht erfolgte....Sie haben daher sicher Verständnis, dass wir bei selbst zahlenden Patienten und Wahleingriffen die Regelung getroffen haben: Die Kosten sollten vor der OP als Vorkassenleistung hinterlegt sein. Falls die OP verschoben wird oder aus welchen Gründen auch immer nicht stattfindet, erhält der Patient die Vorkassenleistung selbstverständlich zurück erstattet.
In Einzelfällen ist es möglich, eine Ratenzahlung zu vereinbaren.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Refertilisierung - Ratenzahlung??
213.252.141.100
Datum: 16. January 2007 11:10

Lieber Herr Dr. Petsch!

Ich weiß nicht, ob Sie sich noch an uns erinnern...?
Nach wie vor besteht der Wunsch einer Refertilisierung!!!
Leider haben wir die Kostenpauschale noch nicht zusammen-es ist einfach schwierig, aufeinmal diesen Betrag "locker" zu machen ;-)
Deswegen möchte ich nun fragen, ob eine Ratenzahlung möglich ist und wie diese abzuzahlen ist.
Denn wie Sie in unserem Gespräch ja schon erwähnten-ich werde nicht jünger *schnief*
Wir sind uns zu 100% sicher, diesen Eingriff von Ihnen vornehmen lassen zu wollen!!!
Falls eine Ratenzahlung ausgeschlossen sein sollte, sparen wir natürlich fleißig weiter!
Vielen Dank und herzliche Grüsse

Refertilisierung - Ratenzahlung
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 10:18

Hallo,
Eine Ratenzahlung im eigentlichen Sinn (also abstottern über viele Monate) bieten wir nicht an - wir sind ja keine Bank.
In Einzelfällen läßt sich die Verwaltung auf eine Ratenzahlung in dem Sinne ein, dass Sie allerdings den Hauptbetrag vor der OP bezahlen müssten.
Ggf. können Sie sich auch direkt an unsere Leiterin der Buchhaltung wenden, um die Einzelheiten zu besprechen.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

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6. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Refertilisierung?

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Refertilisierung?
geschrieben von: Nicole 213.252.141.100
Datum: 30. July 2006 03:36

Hallo Dr. Petsch,

Sie schrieben in einem obigen Artikel folgendes:
Die Kosten für eine Refertilisierung müssen in den meisten Fällen vom Patienten selbst getragen werden (so wie auch bei einer Sterilisation).

Aus diesem Satz schließe ich, das nicht alle Patienten die Refertilisierung selbst tragen müssen, welche ´Ausnahmen´ sind das, denn mein Mann würde sich gerne dieser OP unterziehen, da er sich vor ca. 11 Jahren für seine Frau hat Serilisieren lassen (sie durfte keine Kinder mehr bekommen ). Leider sieht er es nicht ein die Kosten selbst zu tragen, da sie nach der Steri noch ein Kind von einem anderen Mann bekommen hat.

Ich hoffe sie können uns ein klein wenig weiter helfen und bedanke mich im voraus

MFG Nicole

Kostenübernahme Refertilisierung durch die Krankenkasse?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 09. August 2006 11:22
Hallo Nicole,
natürlich fragen viele Patienten nach, ob nicht vielleicht die Krankenkasse die Kosten der Refertilisierung übernehmen kann.
Ich habe dies bisher nur in zwei Fällen erlebt:
Im einen Fall waren durch eine Unfall mehrere Kinder der Familie verstorben, so dass die Krankenkasse sich bereit erklärt hat, die Refertilisierung zu bezahlten. (quasi aus Kulanz, wenn man das in diesem tragischen Fall überhaupt so nennen darf).
In einem zweiten Fall waren bei dem Patienten nach der Sterilisaiton immer wieder und über Jahre Nebenhodenentzündungen aufgetreten, so dass die Krankenkasse auf Drängen des Patienten bereit war, eine Refertilisierung zu bezahlen. Die häufigen Nebenhodenentzündungen waren allerdings anhand einer Vielzahl von Arztbesuchen über mehrere Jahre nachvollziehbar.
Leider sind die Krankenkassen also nur in sehr seltenen Fällen bereit, die Kosten der Refertilisierung zu bezahlen. Sie sollten ggf. Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufnehmen, um die Kostenerstattung zu klären. Wenn ich Ihnen dabei irgendwie behilflich sein kann, will ich das gerne tun.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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Refertilisierung - Krankenkasse?
geschrieben von: jacqueline 213.252.141.100
Datum: 26. January 2007 11:39

Hallo mein Freund hat sich vor 2004 einer Vasektomie unterzogen bezahlt die Rückgängigmachung nun noch die Krankenkasse oder müssen wir des selbst zahlen?
er sagt des würde die Kasse noch übernehmen weil es vor 2004 war....

Refertilisierung - Krankenkasse
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 10:18

Hallo Jaqueline,
normalerweise zahlen die Krankenkassen die Rückgängigmachung der Sterilisation nicht. Sie können natürlich gerne bei Ihrer Krankenkasse nachfragen, aber es lohnt sich nicht, große Hoffnungen zu haben.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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7. Ab wann kann ich nach einer Refertilisierung schwanger werden?

Erfolgreiche Refertilisierung - ab wann schwanger?
geschrieben von: Nova 213.252.141.100
Datum: 12. October 2006 19:21

Hallo, mein Mann hat sich einer Refertilisierung unterzogen. Bei der Op hat der Arzt (wörtlich) massenhaft Spermien gefunden, die völlig in Ordnung waren. Wie sieht das jetzt mit den erfolgsrten für eine Schwangerschaft aus? Meine Frauenärztin sagt, dass bei mir nichts gegen eine Schwangerschaft spricht. ( Bin 21).
Vielen Dank im Vorraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
Nova

Schwangerschaft nach Refertilisierung - wie lange dauerts?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 27. October 2006 12:54

Hallo Nova,
viele Paare möchten gerne wissen, wie schnell nach einer Refi eine Schwangerschaft möglich ist. Den Rekord unter den von mir operierten Patienten hält ein Paar mit errechnetem Konzeptionstermin (='Befruchtungstermin' ;-) ) drei Wochen nach der Refi. 2. Platz für 5 Wochen.
Das sind allerdings deutliche Spitzenreiter.
Normalerweise rechne ich mit einer Schwangerschaft nach 12-18 Monaten nach erfolgreicher Refi.
Ihr Partner sollte Kontrollsperiogrammen durchführen lassen - normal nach ca. 3 Monaten empfohlen, kann man aber auch schon nach 2 Monaten machen lassen.
Viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Fellow European Board of Urology
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Wann kann ich schwanger werden? Muss ich am Anfang verhüten?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50

Sehr geehrter Dr. Petsch!
Ist der Mann theoretisch ab dem ersten Samenerguss nach der OP fruchtbar?-Sollte man also direkt mit der Verhütung anfangen,wenn man nicht sofort ein Kind möchte?
Viele Grüsse von Imsa
Re: Wann kann ich schwanger werden? Muss ich am Anfang verhüten?
Hallo Imsa,
Theoretisch ja. Ich habe zwei Paare, die schon einige Tage nach der Refertilisierung schwanger geworden sind. Dies sind jedoch sicherlich Ausnahmen, d.h. andere Paare sollten Ihre Erwartungen nicht an diesen Einzelfällen festmachen. ‚Normalerweise' rechne ich mit einer Schwangerschaft nach erfolgreicher VasoVasostomie / Tubulovasostomie nach 12.18 Monaten. Die o.g. Fälle bringe ich nur zur Sprache, um klar zu machen, dass eine Schwangerschaft auch sehr zügig eintreten kann. Wenn Sie also zunächst noch gar nicht schwanger werden möchten (z.B. berufliche Gründe), dann sollten Sie verhüten.
Grundsätzlich ist eine Verhütung in der ‚Anfangsphase' ist nicht erforderlich, Fehlbildungen durch 'alte Spermien' sind nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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Re: Wann kann ich schwanger werden? Muss ich am Anfang verhüten?
geschrieben von: Nova 213.252.141.100
Datum: 21. November 2006 12:12

Hallo Herr Dr. Petsch,
vielen Dank für Ihre letzte Antwort. Ich musste doch einwenig schmunzeln (Befruchtungsrekord von 3 Wochen nach der OP). Man hatte uns gesagt, dass wir 4 wochen nicht "dürfen". Nun gut. Mein Mann hat ein Spermiogramm machen lassen 8 1/2 Wochen nach der OP. Es wurden 16 mio. Spermien gefunden. Was heißt das denn nun im Klartext? Kann ich damit schwanger werden? ( Wie gesagt: bin 21 und kerngesund). Und wenn die Anzahl der Spermien noch zu gering ist, werden es im Laufe der Zeit noch mehr? Es gibt im Moment für mich nichts schlimmeres als diese quälende Ungewissheit. Und das grausamste sind die Tage an den Tagen vor den "Tagen". Bitte, bitte helfen Sie mir. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Nova PS Das Spermiogramm wurde erstellt, als mein Mann und ich am Tag zuvor drei mal Geschlechtsverkehr hatten. Hat das auch einen Einfluss auf das Ergebnis?

Re: Wann kann ich schwanger werden? Muss ich am Anfang verhüten?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 02. January 2007 09:15

Hallo Nova,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ich empfehle meinen Patienten, nach der Refertilisierung für 14 Tagen einen Samenerguß zu vermeiden. Vermutlich werden sich nicht alle Patienten daran halten.....
Ich habe von ein paar Tagen gerade wieder Nachricht von einem Paar erhalten. Den Mann hatte ich im März refertilisiert - die Frau ist jetzt auf Ende Januar ausgezählt.....
Aber ich möchte hier nicht unrealistische Erwartungen schüren, in den allermeisten Fällen dauert es mit der Schwangerschaft schon länger!
Ich veranlasse weitere Untersuchungen (z.B. Suche nach Antispermienantikörpern) erst, wenn bei 'normalem' Spermiogramm innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eingetreten ist.
16 mio Spermien ist doch schonmal ein gutes Ergebnis.
Natürlich hat es einen Einfluß auf das Ergebnis, wenn Sie am Tag vor dem Spermiogramm 3xGV hatten.
Standardmäßig empfehlen wir den Patienten eine 'Karenz' von 5 Tagen vor dem Spermiogramm. Wenn das 'zu schwierig' ist - 3 Tage sollten Sie schon einhalten.
;-).

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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8. Wie verhalten ich mich nach der Refertilisierung?

Ruhepause nach der Refertilisierung ?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50

Sehr geehrter Dr. Petsch!

Bei meinem Mann wurde die Sterilisation vor drei Jahren durchgeführt, da wir uns zu diesem Zeitpunkt sicher waren, keine Kinder mehr zu wollen. - Wir haben eine gemeinsame Tochter.

Nun ist es aber so, daß vor allem bei mir, der Wunsch nach weiteren Kindern wieder erwacht ist. Ich habe mit meiner Gynäkologin gesprochen, die mich zunächst einmal über die verschiedenen Möglichkeiten, trotz Sterilisation, wieder schwanger zu werde, aufklärte.

Im Internet bin ich dann auf Ihr Forum gestoßen.

Wie lange sollte sich der Mann nach dem Eingriff "schonen" (im Bezug auf Geschlechtsverkehr, Sport,...)?

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!!!

Re: Ruhepause nach der Refertilisierung ?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 12:34

Hallo Imsa,

Je nach Belastung durch Job / Sport empfehle ich 10-14 Tage. Was heilen soll muss ruhen..... ingesamt entsprechen die Beschwerden in etwa der Sterilisation, sind also 'nicht so schlimm'.
Sie können auf den Sites von androdoc.de einen Flyer runterladen: Nach der Refertilisierung.
Dort können Sie alle meine Empfehlungen im Detail nachlesen.
Nach der Refi sollte sich der Patient für ca. 3-4 Tage gut schonen (Sofa, Video, Füße hoch etc. - ‚Sie' kann Ihren Partner etwas verwöhnen). Anschließend empfehlen ich noch eine Pause für einige Tage - je nach Job. Die Patienten erhalten von mir eine Krankschreibung für 14 Tage.......

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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9. Kann die Refertilisierung / Vasovasostomie sich wieder verschließen?

Wiederverschluss möglich?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50

Sehr geehrter Dr. Petsch!

Wenn bei meinem Mann die Refertilisierung erfolgreich durchgeführt wurde,bleibt das dann auch so?-Ich habe mal gelesen,daß eventuell zu viel Narbengewebe entsteht,welches die Durchlässigkeit einschränken kann.

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!!!

Re: Wiederverschluss möglich?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 12:34

Hallo Imsa,
Sie habe ganz richtig gelesen, dass es bei einigen Patienten nach zunächst erfolgreicher Refertilisierung und Vaterschaft später durch einen narbigen Wiederverschluß zu Sterilität kommen kann.
Narben können sich verkürzen - sicher haben Sie z.B. schoneinmal Brandverletzungen gesehen - dort kann man Narbenzug am besten erkennen. Wenn sich nun die ‚Narbe' des Sameneleiters, die ja ‚rund' ist, verkürzt, kann sich die Durchflussbahn immer weiter einengen und schließlich ganz verschließen.
Ich habe solche Fälle bei meinen Patienten erfreulich selten - im Einzelfall kann es sinnvoll sein, die Operation zu wiederholgen.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie ggf. nach erfolgreicher Refertilisierung Samenproben bei einer Samenbank einfrieren lassen.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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Wiederverschluss??
geschrieben von: Dada 213.252.141.100
Datum: 22. March 2007 15:01

Mein Partner hatte vor einem Jahr eine Rückoperation einer Vasektomie.
Alles ist gut verlaufen,auch die Durchgängigkeit war wieder da.Das erste Spermiogramm war auch sehr vielversprechend, aber von da an ging es nur mehr berab.
die Werte wurden immer schlechter.
Jetzt hat er mit einer Antibiotika behandlung angefangen, da vermutet wird, das eine Entzündung vorliegt.
Es ist jetzt unsere letzte Hoffnung auf den gewünschten Erfolg.
Was meinen sie zu dem Ganzen.
Bei mir ist alles in Ordnung, bis auf Bauchspegelung wurde noch nicht durchgeführt.Habe jedoch keine Regelbeschwerden oder so...

Danke für die Antwort im voraus.

Lg Dada

Re: Wiederverschluss??
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 26. March 2007 08:19

Hallo Dada,
ich vermute, Sie stellen auch einen Anfrage für einen Patienten, der nicht von mir operiert wurde.........:-)
Es kommt gelegentlich vor, dass nach einer zunächst erfolgreichen 'Rückgänigmachung der Sterilisation' (Refertilisierung) zunächst gute Spermiogrammwerte gemessen werden, die dann jedoch in den Kontrollen immer schlechter werden. Es kann so weit gehen, dass der Patient nach einiger Zeit wieder vollständig steril wird.
Der Grund hierfür ist in fast allen Fällen ein so genannter 'narbiger Wiederverschluß' der Samenleiter an der Stelle, an der die Samenleiterenden miteinander verbunden sind.
Narben können sich verkürzen. Die meisten haben schonmal jemanden mit einer Verbrennungswunde gesehen - dabei ist dieses Phänomen am besten erkennbar. Durch Narbenverkürzung kommt es in Verbrennungsarrealen oft zu 'Verziehungen' der Haut.
Nun kann bei einer Refertilisierungsnarbe etwas ähnliches passieren. Die sehr kleine und mehr oder weniger runde Narbe / Naht verkürzt sich - Sie können sich vorstellen, dass die Durchgangsöffnung dadurch immer kleiner wird - bis zum vollständigen Verschluss.
Ich habe schon eine ganze Reihe von ähnlichen Fällen hier bei uns in Düsseldorf erfolgreich revidiert (Narbengewebe ausgeschnitten + neue mehrschichtige Verbindung ). Meist sind solche Revisionen erfolgreich, allerdings ist dies keine Garantie, dass die neue Verbindung sich nicht im Laufe der Zeit auch wieder verschließt. Ich empfehle in solchen Fällen, zur Zeit der guten Spermiogrammwerte Samenproben in einer Samenbank einfrieren zu lassen - als Sicherheit für den Fall des erneuten Verschlusses.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Angst vor Wiederverschluss
geschrieben von: Andreas Brohm 213.252.141.100
Datum: 12. February 2007 14:10

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch,

ich hatte im Januar eine Refi.
Also: Ich habe mit meiner Partnerin schon regelmäßigen Sex, wir hielten uns die ersten 14 Tage an die verordnete Karenz und dann übten wir fleißig. Nun hat meine Freundin seit über einer Woche keine Lust auf Sex (fühlt sich nicht, hat sogar ss-anzeichen (wir hoffen natürlich obwohl wir denken, kann doch noch gar nicht sein Refi war am 6.01.).

Kann nun wenn wir mal ne Woche keinen Sex haben (ich hab auch viel viel Stress im Job und bin oft tagelang mal weg) ein Wiederverschluss kommen? Oder muss ich mit "Selbsthandanlegen" regelmäßig dafür sorgen. Finde ich etwas schade aber Wiederverschluss wäre ja fatal!

Danke im Voraus und einen schönen Tag!

Andi Brohm

Re: Angst vor Wiederverschluss
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 09:40

Hallo Herr Brohm,
eine wissenschaftlich begründete Antwort auf Ihre Frage gibt es natürlich nicht.
Einige Tage kein Sex ist m.E. kein Problem für die Samenleiterverbindung.
Ich hatte in unserem Patientengut übrigens schon einige Fälle, bei denen eine Schwangerschaft schon nach wenigen Tagen eingetreten ist.
Also viel Glück.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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10. Wo sollte ich mich operieren lassen?

Refertilisierung - wo?
geschrieben von: D. Werner 213.252.141.100
Datum: 15. January 2007 14:41

Sehr geehrter Herr Dr. Petsch,
mein Lebensgefährte (42) hat sich vor 13 Jahren sterilisieren lassen. Er hat ein erwachsenes Kind und nun möchten wir gern noch ein gemeinsames (ich bin 33 Jahre). Nun hat er im März einen Termin zur Refertilisation hier in Leipzig. Uns wurden im Beratungsgespräch Kosten zwischen 2.000 - 4.000 Euro für den Eingriff benannt, die im Voraus als Pauschalbetrag vom Konto eingezogen und ggf. bei Überbezahlung rückerstattet werden. Die Spanne erscheint uns zum einen ganz schön groß (zumal wir um eine konkretere Angabe der Kosten gebeten haben... Genaueres konnte man uns nicht sagen.) und zum anderen sind wir unsicher, ob diese Vorgehensweise so üblich ist.
Auch sind wir etwas unsicher, ob wir uns an die richtige Klinik gewandt haben... Man sagte uns, dass sie ca. 2 - 5 Fälle dieser Art im Jahr hätten. Kann man daraus Schlussfolgerungen ableiten, die auf den Erfolg schließen lassen? (Ist diese OP mit anderen vergleichbar?)
Für Hinweise bin ich sehr dankbar.

MfG

Diana Werner

Refertilisierung - bitte zum Spezialisten!
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 15. January 2007 16:46

Hallo Frau Werner,
1. Eine OP Zahl von 3-5 Refertilisierungen pro Jahr ist sehr gering. Es wird allgemein empfohlen, dass ein Operateur pro Jahr über 30 Refertilisierungen durchführen sollte, um über die entsprechende Routine zu verfügen. Es gibt möglicherweise einige Operateure, die auch bei geringere OP Zahl gute Ergebnisse erzielen. Ich spreche aber sicher im Namen aller mikrochirurgisch tätigen Andrologen, dass eine OP Zahl von nur 3-5 pro Jahr sehr niedrig ist.
Zum Vergleich: Wir führen in Düsseldorf pro Jahr ca. 100 Refertilisierungen durch; wir sind damit eines der Europaweit meistfrequentierten Zentren für Refertilisierungsoperationen bei Männern.
2. Unsere Patienten zahlen eine feste Pauschale, es kommen keinerlei Zusatzkosten hinzu. Auch die Übernachtungen des Patienten sind mit enthalten - nur für die Unterbringung einer mitreisenden Partnerin fallen ggf. pro Nacht Euro 100,- an - gerne vermitteln wir Ihnen aber auch eine kostengünstigere Übernachtungsmöglichkeit in Düsseldorf.
Infomaterial bestellen unverbindlich über die u.g. Email.
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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11. Was sind Anti-Spermien-Antikörper?

Antispermienantikörper??
geschrieben von: C. Vorberg 213.252.141.100
Datum: 06. March 2007 12:31

und noch eine Frage, die ich in diesem Forum nicht eindeutig rauslesen konnte, wie ist das mit den Anti-Körpern, die der Körper produziert? Passiert das nur wenn das Sperma bei der OP ins Blut gelangt? Und inwiefern sind die auf die Erfolgschancen ausschlaggebend?
Bzw. ich ziehe die Frage mal von einem oberen Beitrag raus:

Habe gelesen das einige Männer, da bei der Vasektomie Spermien ins Blut gelangt sind Antikörper gegen ihr Sperma entwickeln in wie fern beeinflusst bzw. macht dies die Refertilisierung überhaupt sinnvoll ? Kann man das auch testen ob Antikörper im Blut vorhanden sind???

und vor allem, ist es Standart, das Sperma bei der Vasektomie ins Blut gelangt, oder kommt es auf die Sauberkeit des damals behandelnden Arzt an?

Mit freundlichen Grüßen

Antispermienantikörper?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 09. March 2007 12:17

Hallo Frau Vorberg,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Es ist tatsächlich so, dass in einigen Fällen (ca. 4%) nach einer erfolgreichen Refertilisierung aufgrund von Antispermienantikörpern die Schwangerschaft ausbleibt. Leider lassen sich diese Antikörper erst in Sperma mit Samenzellen, also nach einer Refertilisierung, sicher nachweisen. Eine Untersuchung des Blutes vor einer geplanten Refertilisierung hat keinen prognostischen Wert.
Während der Refertilisierung wird mit sehr feinen Instrumenten unter hoher optischer Vergrößerung gearbeitet, so dass ist fast ausschließen kann, dass dabei der entscheidende Blut-Sperma-Kontakt entsteht. Es ist vielmehr so, dass bei sterilisierten Männern generell Antispermienantikörper nachweisbar sind, also infolge der Sterilisation selbst. Auch andere Hodenverletzungen oder Operationen, aber auch Entzündungen können zu solchen Antispermienantikörper führen.
Trotz dieser Möglichkeit ist die Refertilisierung des Mannes in einem Fall wie bei Ihnen sicherlich der aussichtsreichste Weg zur erneuten Elternschaft.
Für weitere Fragen stehe natürlich gerne zur Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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Antispermienantikörper
geschrieben von: Castagna Jan 213.252.141.100
Datum: 14. May 2007 21:50

Guten Tag !

Könnten Sie uns bitte das Infopaket zusenden und ein Wort zu den Antikörpern die sich gegen die Samen bilden sagen. Sind diese Antikörper auch schaedlich fuer meinen Koerper ?
Wie erhalte ich einen OP Termin?

MfG,

Jan Castagna

Re: Antispermienantikörper
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 18. May 2007 11:14

Hallo Herr Castagna,
zum Thema Antispermienantikörper (ASA):
Ich erhalte häufig Fragen zu ASA, obwohl diese nur in sehr seltenen Fällen ein Problem darstellen. Unter 5% der Patienten bleiben unfruchtbar durch ASA. Es gibt keinen Test um vor der Refertilisierung auf ASA zu testen. Ich habe auch eine ganze Reihe von Patienten, die angeblich einen positiven ASA Nachweis hatten - und kurz danach wurde die Frau ganz normal schwanger!
Ob der Patient relevante Antispermienantikörper gegen seine Samenzellen hat läßt sich erst nach einer erfolgreichen Refertilisierung in Spermienhaltigem Sperma nachweisen.
Bezüglich Infomaterial - kostenloser und unverbindlicher Versand gerne - ich brauch allerdings Ihre Adresse. Bitte ggf. an meine Emailadresse (s.u.) senden, damit hier nicht alles öffentlich im Forum steht.
Bezüglich Termin: Einen Termin sollten wir telefonisch absprechen - ich versuche immer, den für alle Beteiligten optimalen Termin möglich zu machen. Natürlich bin ich aber schon auf einige Wochen im Vorraus gebucht. Wir finden sicher einen guten Termin!
Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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12. Kann die Refertilisierung auch als ambulante OP durchgeführt werden?
 

Refertilisierung auch ambulant möglich??
geschrieben von: thorsten mönch 213.252.141.100
Datum: 09. May 2006 09:43

hallo,
ich habe mich vor ca.5 jahren einer sterilisation unterzogen,nach der trennung meiner damaligen frau möchte ich nun diese rückgängig machen. können sie mir informationsmaterial zukommen lassen in dem auch die kosten für diese op aufgeführt werden?
würde es wenn dann gerne ambulant machen lassen wenn das möglich wäre. wie hoch wäre die zeugungsfähigkeit nach diesem eingriff?
mit freundlichen grüße


Re: Refertilisierung auch ambulant möglich??

Hallo Herr Mönch,
es ist natürlich möglich, die Refertilisierungsoperation ambulant durchführen zu lassen, d.h. Sie sind am nachmittag nach dem Eingriff wieder so fit, dass Sie die Klinik verlassen könnten. Es ist jedoch zu empfehlen, dass Sie am nächsten Tag nochmals zur Kontrolle in die Klinik kommen.
Da die meisten unserer Patienten von weiter weg anreisen, nehmen fast alle den Service gern in Anspruch, die erste Nacht nach der OP hier in der Klinik zu verbringen - diese Übernachtung wird, ebenso wie eine evtl. Übernachtung vor der OP, nicht gesondert in Rechnung gestellt.
Die Zeugungsfähigkeit nach dem Eingriff läßt sich nicht für alle Fälle Pauschal beziffern, durchschnittlich rechnen wir mit einer Druchgängigkeitsrate der wieder verbundenen Samenleiter in ca. 80%, die durchschnittliche Babyrate liegt bei etwas über 50%. Diese Zahl schließt alle Fälle ein. Für die Schwangerschaft ist natürlich auch noch die 'Empfänglichkeit' der Partnerin mit entscheidend.
Gerne übersenden ich Ihnen weiteres Infomaterial - bitte übermitteln Sie mir Ihr Postadresse.
Mit freundlichen Grüssen,


Dr.med. Martin J. Petsch
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13. Benötige ich den OP Bericht der Sterilisation?

Benötigen Sie den OP Bericht der Sterilisation??
geschrieben von: Smit 213.252.141.100
Datum: 13. June 2006 13:09

Ich überlege die Sterilisation rückgängig zu machen (Man). Die Sterilisation ist in 2003 ausgeführt, die Enden sind Verödet. Der Urologe (NL) behauptet kein Bericht darüber zu besitzen was genau entfernt ist.
1. Ist es wichtig diesen zu besitzen?
2. ändert das was an der Wahrscheinlichkeit zeugungsfähig zu werden?
Gerne würde ich kurz Informiert werden, danke,
J. Smit

Re: Benötigen Sie den OP Bericht der Sterilisation??
geschrieben von: Dr. Martin Petsch 213.252.141.100
Datum: 14. June 2006 15:21

Hallo Herr Smit,
ich benötige keinen OP Bericht der Sterilisation. Die wesentlichen Informationen erhalte ich von Ihnen: Ist die OP am Hodensack oder in der Leiste durchgeführt - das weiß der Patient meist selbst, ggf. müssen die Narben gesucht werden. Wie groß ist die Lücke im Samenleiter - das kann ich vor der OP in fast allen Fällen tasten.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
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14. Alternative: künstliche Befruchtung?

Künstliche Befruchtung nach Sterilisation??
geschrieben von: Christiane Nöll mail02.kk-bochum.de
Datum: 18. August 2006 12:47

Hallo,

mein Freund hat in seiner damaligen Ehe eine Sterilisation vornehmen lassen, da er bereits drei Kinder hat. Die Zwillinge sind nun 2 1/5 Jahre alt. Nun wollte ich jedoch nicht auf Kinder verzichten, zumindest ein Kind hätte ich gerne. Es reicht mir nicht alle zwei Wochen seine Kinder zu haben.

Nun meine Frage: Gibt es auch noch andere Möglichkeiten an ein Kind zu kommen durch diesen Mann? Habe ich es richtig verstanden, daß Samen trotzdem produziert werden und nur nicht weiter geleitet werden können? Kann man diese Samen nicht irgendwie entnehmen um eine künstliche Befruchtung zu versuchen?

Vielen Dank

Christiane

Hallo Christiane,
natürlich ist auch eine künstliche Befruchtung möglich, es gibt einige Paare, die diesen Weg gehen.
Bitte wenden Sie sich an ein Spezialzentrum für Reproduktionsmedizin, dort wird man Sie im Detail beraten.
Bei Ihrem Mann ist in diesem Fall eine sog. Hodenprobenentnahme zur TESE erforderlich, dabei werden Proben aus den Hoden entnommen, aus denen dann unter dem Mikroskop Spermien gewonnen werden.
Von Ihnen werden dann Eizellen benötigt. Damit viele Eizellen gleichzeitig 'reif' werden, ist eine Hormonbehandlung notwendig. Die Eizellen werden in einer kurzen Narkose abpunktiert.
Die eigentlich Befruchtung findet im Labor statt, die befruchteten Eizellen kommen dann zunächst in einen sog. Brutschrank. Wenn Embryonen entstehen, wird man normalerweise 2 Embryonen bei Ihnen einsetzen ( = Embryotransfer ). Damit Ihr Körper die Schwangerschaft annimmt, ist nochmals eine Hormonbehandlung notwendig. Die Geburtenrate nach zwei Durchgängen (Zyklen) liegt in guten Zentren bei ca. 25%, hängt aber natürlich von vielen Faktoren ab (Fruchtbarkeit, Alter der Frau?, Störungen beim Mann? etc. etc.)
Sie sehen, dass umfangreiche Behandlungen beider Partner durchgeführt werden, außerdem werden teuere Medikamente eingesetzt. Daher auch die hohen Kosten:
Meist summiert sich alles zusammen auf ca. 4000,- bis 6000,- Euro pro Zyklus.
Zusammenfassend möchte ich betonen, dass die Aussichten auf ein gemeinsames Kind normalerweise nach Refertilisierung des Mannes deutlich günstigen sind als bei künstlicher Befruchtung - und die Kosten der Refertilisierung sind außerdem noch wesentlich niedriger!

Sie sollten sich aber am besten in einen Reproduktionsmedizinischen Zentrum beraten lassen, die Kollegen dort kennen die Details viel besser.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung,

Mit freundlichen Grüssen,

Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de

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