1.
Erfolgsprognose
einer Refertilisierung
Refertilisierung
nach 13 Jahren?
geschrieben von: Frank Lietz
iD4CC06EE.versanet.de
Datum: 23. April 2005 22:22
Guten Tag Hr.
Doktor,
ich habe vor etwa 13 Jahren bei mir eine
Vasektomie
ambulant bei einem Urologen in Gelsenkirchen
vornehmen lassen.
Können Sie mir näheres sagen über Chancen
und Risiken einer
Refertilisierung.
Ich bin 49 Jahre alt, körperlich gesund, habe
allerdings bis vor
5 Jahren ziemlich stark geraucht.
Im Vorraus herzlichen Dank.
mit freundlichen Grüßen
Frank Lietz
Vaterschaft nach Sterilisation
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
1Cust140.tnt15.hdn1.deu.da.uu.net
Datum: 27. April 2005 09:47
Sehr geehrter
Herr Lietz,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Tatsächlich gehört unsere Andrologie zu den
bundesweit führenden Zentren für
andrologische Mikrochirurgie.
Die Rückgängigmachung der Sterilisation (Vasovasostomie,
mikrochirurgische Refertilisierung) ist heute
mit sehr guten Erfolgsaussichten möglich.
Während der Operation werden die
verschlossenen Samenleiterenden freigelegt,
dann wird die Durchgängigkeit der Stümpfe
geprüft. Schon während der Operation wird
ein erstes Spermiogramm angefertigt. Die
Samenzellproduktion in den Hoden ist auch nach
vielen Jahren Sterilisationsdauer meist noch
gut intakt.
In Ihrem speziellen Fall benötige ich noch
einige Informationen, um die
Wahrscheinlichkeit einer erneuten Vaterschaft
abzuschätzen. So ist es natürlich günstig,
wenn sicher ist, dass Sie vor der
Sterilisation auch wirklich fruchtbar waren -
so haben die meisten meiner Patienten bereits
ein oder mehrere Kinder aus der Zeit vor der
Sterilisation. Auch das Alter der Partnerin
und die Frage, ob die Partnerin sicher
fruchtbar ist, spielt eine wichtige Rolle.
Jüngere Frauen sind im Allgemeinen
empfänglicher als ältere - prognostisch
günstig ist natürlich, wenn die Partnerin
bereits schon einmal schwanger war oder
bereits eigene Kinder hat.
Analysen
unserer eingen Patientendaten und die anderer
Operateure zeigen bei einer Vasektomiedauer
von 10-15 Jahren eine Durchgängigkeitsrate
der wieder verbundenen Samenleiter von ca. 70%
nach; ca. 45% der Paare bekommen ein Baby.
Diese Ergebnisse sind damit deutlich besser
als alle Alternativverfahren wie zum Beispiel
die künstliche Befruchtung (TESE / ICSI).
Die Operation dauert ca. 2-3 Stunden und wird
in Vollnarkose durchgeführt. Die meisten
Patienten bleiben nach dem Eingriff eine Nacht
in der Klinik, auswärtige Patienten reisen
meist am Tag vor der OP an. Aber auch eine
ambulante Durchführung ist möglich.
Mit unserem eingespielten OP Team führen wir
pro Woche ca. 2-3 Refertilisierungen durch und
gehören damit zu den bundesweit führenden
Zentren für Andrologie und Mikrochirurgie.
Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft
für Urologie sollte ein Operateur mindestens
30 Refertilisierungsoperationen pro Jahr
ausführen. Nicht nur aus dem ganzen
Bundesgebiet, auch aus den umliegenden
Nachbarländern reisen Patienten an, um eine
Refertilisierung in Golzheim durchführen zu
lassen. Die Klinik profitiert dabei auch von
der Attraktivität der Landeshauptstadt
Düsseldorf sowie der guten Erreichbarkeit per
Autobahn, ICE und über den nahegelegenen
internationalen Flughafen.
Die Kosten für den hochspezialisierten
Eingriff sind bei Dr. Petsch zu einer
Komplettpauschalen zusammengefaßt. Die
Alternative der künstlichen Befruchtung, d.h.
Samenzellentnahme aus dem Hoden (TESE) mit
anschließender künstliche Befruchtung (ICSI)
sind nicht nur erheblich teuerer ( pro ‚Zyklus'
gesamt ca. 5000,- bis 6000,-, Euro meist sind
mehrere Zyklen erforderlich;
Selbstzahlerleistungen), sondern bedeuten für
die Partnerin auch eine erhebliche
gesundheitliche und psychische Belastung
(Hormonbehandlungen, Eizellentnahme,
Embryotransfer). Außerdem sind die
Schwangerschaftsraten der künstlichen
Befruchtung deutlich geringer als nach
Refertilisierung eines sterilisierten Mannes -
und die ‚natürliche Zeugung' ist wesentlich
angenehmer.
Insgesamt kann daher die Refertilisierung als
Verfahren der 1. Wahl bei Kinderwunsch nach
Sterilisation empfohlen werden.
Weitere Detailinformationen können Sie gerne
per Email oder per Post anfordern. Unter www.
androdoc.de sind ebenfalls weitere Infos
hinterlegt.
Sie sind herzlich willkommen, mich persönlich
in einem unverbindlichen Beratungsgespräch
kennenzulernen - Interessenten für eine
Refertilisierung erreichen mich direkt unter
der Telefonnummer 0211-4379115. (bitte ggf.
Nummer hinterlassen - Sie werden
zurückgerufen.)
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
Erfolgsaussichten
einer Refertilisierung?
geschrieben von: Joachim Beuchert
213.252.141.100
Datum: 26. September 2005 11:39
Hallo Herr
Dr. Petsch,
bei mir wurde
die Sterilisation vor 12 Jahren durchgeführt.
Ich bin 50 Jahre alt und habe zwei Töchter
(18 und 20 jahre alt) aus erster Ehe. Ich bin
- leider immer noch - starker Raucher und
leide an Hypertonie, die medikamentös
eingestellt ist.
Meine
Lebensgefährtin ist 28 (ohne eigene Kinder)
und wir wünschen uns in den nächsten 2 - 3
Jahren ein Kind. Mein Urologe rät eher zur
TESA-MESA-Methode, weil er die
Erfolgsaussichten einer Refertilisierung nach
12 Jahren als sehr gering einstuft. Ich bin
unschlüssig, auch was die Risiken aufgrund
meines eigenen Gesundheitszustandes anbelangt.
Für Ihren
Rat wäre ich Ihnen sehr verbunden. Herzlichen
Dank im voraus!
Mit
freundlichen Grüßen
Joachim
Beuchert
Hallo Herr
Beuchert,
auch nach 12 Jahren sind die
Erfolgsaussichten, die Zeugungsfähigkeit nach
Sterilisation wieder herzustellen und auf
natürlichen Weg Vater zu werden, deutlich
höher als die Aussichten, per künstlicher
Befruchtung ein gemeinsames Kind zu bekommen.
Zwar nehme die Erfolgschancen mit zunehmender
Sterilisationsdauer ab. Da Sie aber vor der
Sterilisation sicher fruchtbar waren
(Vaterschaft besteht ja) und außerdem noch
Ihre Partnerin relativ jung ist (das eine
28jährige Frau fruchtbarer ist als z.B. eine
Frau mit 42 Jahren, ist allgemein bekannnt),
sind Ihre Aussichten, nach
Refertilisierungsoperation Eltern zu werden,
günstig. Allerdings sollten Sie sich an einen
Operateur wenden , der Refertilisierungen
regelmäßig durchführt - allgemein empfohlen
wird eine Operationshäufigkeit von mindesten
30 Refertilisierungen im Jahr.
Das Zentrum für Andrologie und Mikrochirurgie
in Düsseldorf gehört zu den
meistfrequentierten Zentren für
Refertilisierungen in Deutschland - wir
führen praktisch täglich eine 'Refi' durch.
Wenn Sie Bedenken wegen den OP Risikos haben,
sollten Sie sich am besten von Ihrem Hausarzt
oder Internisten nochmals untersuchen lassen.
Die Risiken und Belastungen der
Refertilisierung entsprechen in etwa der
Sterilisation - auf Wunsch kann der Eingriff
bei uns auch in örtlicher Betäubung
durchgeführt werden.
Falls Sie weiteres Infomaterial wünschen,
schicken Sie uns Ihre Adresse - Sie erhalten
ausführliche Informationen einschließlich
eines Patienteninformationsfilmes.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
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Tel.& Fax. 0211-4379-115
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Sterilisation
vor drei Jahren - Erfolgsaussichten?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50
Sehr geehrter
Dr. Petsch!
Mein Mann ist 36,ich bin 30,wir haben ein
gemeinsames Kind und sind gesund.Die
Sterilisation liegt bei meinem Mann drei Jahre
zurück.Wie hoch schätzen Sie in unserem Fall
die Chancen auf eine erneute Schwangerschaft
ein?
Viele Grüsse ,
Imsa
Hallo Imsa
Die Erfolgsaussichten für eine erneute
Elternschaft nach einer Refertilisierung sind
Ihrem Fall sicherlich ausgezeichnet.
Alle Prognosekriterien sind sehr günstig:
Sterilisationszeit relativ kurz, Partnerin
jung und sicher fruchtbar, und sehr günstig:
es gibt bereits ein gemeinsames Kind, d.h. sie
beide sind auf jeden Fall 'kompatibel'. Wenn
ich eine Zahl nennen sollte, so würde ich
Ihre Chance auf eine erneute Elternschaft nach
Refertilisierung auf ca. 70% schätzen.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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Prognose
einer Refertilisierung - wir haben schon
gemeinsame Kinder....
geschrieben von: R.Schmitz 213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 23:14
Hallo
Ich habe im Dezember 99 eine Sterilisation
machen lassen, die ich jetzt wieder
rückgängig machen lassen möchte.
Ich bin 33 Jahre und meine Frau 29 Jahre alt
wir sind seit 9 Jahren verheiratet und haben
bereits zwei Töchter im Alter von 8 und 7
Jahre.
Nun ist der Wunsch noch einmal Eltern zu
werden sehr groß, wie hoch sind die
Erfolgsaussichten, das eine Schwangerschaft
eintritt.
Meine Frau hat auch bis dato nie die Pille
genommen, weil sie die nicht verträgt.
Hätten Sie kurzfristig Anfang Dezember noch
Termine frei für eine Operation?
Ich bedanke mich schon mal im vorraus für
Ihre Antwort!!!
Viele Grüße
R. Schmitz
Re: Prognose
einer Refertilisierung - wir haben schon
gemeinsame Kinder....
Hallo Herr Schmitz,
Paare, die bereits gemeinsame Kinder haben,
sind 'die besten' Kandidaten für eine
erfolgreiche Refertilisierung und erneute
Elternschaft. Eine konkrete Auskunft kann ich
auf diesem Weg nicht angeben, aber in
ähnlichen Fällen stellten sich in über 70 %
der Fälle wieder eine Schwangerschaft mit
Geburt eines Kindes ein.
Termine im Dezember sind natürlich schon fast
alle vergeben, aber wir werden gerne
versuchen, für Sie eine Lösung und ggf. noch
einen OP Termin im Dezember zu finden.
Wenn Sie einen OP Termin absprechen möchten,
sollten Sie mich direkt in meinem Büro
anrufen.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
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Ich weiss
nicht, ob ich vor der Sterilisation fruchtbar
war? Wie ist die Prognose?
geschrieben von: W. Kerschbaum 213.252.141.100
Datum: 11. January 2007 15:22
Hallo
Ich bin 35
Jahre jung und habe mich relativ bald
sterilisieren lassen. Dieser Eingriff geschah
ambulant und zwar am 13.9.1997.
Ist also doch schon sehr lange her. Ob ich
vorher fruchtbar gewesen bin, kann ich leider
nicht sagen.
Mit zunehmenden Alter begann ich immer mehr an
dieser Entscheidung zu zweifeln und so
beschloß ich diesen Eingriff wieder
rückgängig machen zu lassen. Ich habe
natürlich auch schon einen Termin bei meinem
Urologen um über eine Refertilisierung zu
reden, möchte mich aber auch anderweitig
informieren.
Gibt es auch in Österreich einen Spezialisten
auf diesem Gebiet, den Sie mir bedenkenlos
weiterempfehlen können? Wie stehen die
Chancen generell um wieder fruchtbar zu sein?
Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!
mfg
W. Kerschbaum
Re: Ich weiss
nicht, ob ich vor der Sterilisation fruchtbar
war? Wie ist die Prognose?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 12. January 2007 11:30
Hallo Herr
Kerschbaum,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Auch nach 10 Jahren ist die Refertilisierung
in den allermeisten Fällen der
aussichtsreichste Weg um nochmals Vater zu
werden. Die Hoden produzieren Samenzellen auch
noch nach vielen Jahren - ich habe gerade das
Spermiogrammergebnis von einem meiner
Patienten zugeschickt bekommen, den ich nach
31 Jahren (!!) Sterilisationsdauer
refertilisiert habe - mit guten
Spermiogrammwerten.
Wenn Sie nicht wissen, ob Sie vorher fruchtbar
waren, kann man während der Refertilisierung
eine Biopsie aus den Hoden entnehmen. So weiss
man anschließend ganz genau, ob Samenzellen
vorhanden sind. Wenn Sie ganz sicher gehen
wollen, können Sie ggf. die Biopsie schon vor
der Refertilisierung durchführen lassen. Aber
bitte von einem vorsichtigen Operateur, der
hoffentlich bei der Biopsie nichts am Hoden
oder Nebenhoden beschädigt!
Wer in
Österreich Refertilisierung durchführt ist
mir nicht bekannt. Vielleicht sollten Sie
selbst nochmals per Internet recherchieren.
Kann aber auch sein, dass es in Österreich
kein Zentrum gibt, dass so wie die Zentren in
Deutschland auf mikrochirurgische
Refertilisierungen spezialisiert ist und pro
Woche 2-3 Operationen durchführt. Zu uns
reisen häufiger auch Patienten aus
Österreich, um sich hier operieren zu lassen.
Für weitere
Fragen stehe ich gerne zur Verfügung,
mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
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dr.petsch@androdoc.de
Erfolgsaussichten
nach 8 Jahren?
geschrieben von: C. Vorberg 213.252.141.100
Datum: 06. March 2007 12:03
Sehr geerter
Herr Petsch,
mit Interesse
habe ich in diesem Forum gelesen, dass mich
wohl wieder etwas ermuntert hat. In vielen
Seiten des www kann man lesen das eine
Refertilisierung zwar möglich ist, aber die
Erfolgschancen gering bleiben. Hier wurde
realistisch und prozentual dargestellt, wie
die Erfolgschancen denn so waren. Trotz allem interessiert
es mich, auch wenn Sie wahrscheinlich diese
Antwort zum 1000mal geben müssen, wie Sie
denn diese Situation einschätzen würden.
Mein Partner und ich haben in letzter Zeit
über einen Kinderwunsch geredet, nur besteht
das Problem dass er sich im Alter von 25
Jahren (vor ca. 8 Jahren) sterilisieren hat
lassen (naiv und jung). Nun haben sich die
Lebensumstände geändert. Er war aber
definitiv zeugungsfähig, da er schon eine
Tochter bekommen hat. Jetzt ist er im Alter
von 32 Jahren, medizinisch gesund und jung
geblieben ich bin 21 Jahre alt (habe aber noch
keine Kinder). Wie hohe Erfolgschancen rechnen
Sie bei einer Refertilisierung in diesem Fall
spontan bzw. ungefähr ein? Bzw. wäre die
Refertilisierung überhaupt ratsam oder sollte
ich mich damit abfinden, in diesem Fall besser
keine Kinder zu bekommen?
Vielen Dank
im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
c. Vorberg
Fruchtbarkeit wieder möglich?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 09. March 2007 12:17
Hallo Frau
Vorberg,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Chancen für Sie beide, nach einer
Refertilisierung des Mannes erneut Eltern zu
werden, würde ich realistisch auf sicherlich
50% einschätzen.
Auch nach 8 Jahren ist es mit guten
Erfolgsaussichten möglich, die Fruchtbarkeit
des Mannes wiederherzustellen. Das Ihr Mann
vor der Sterilisation fruchtbar war ist dabei
eine wichtige Information.
Sie selber sind jung, was für einer
Schwangerschaft prognostitisch auch sehr
günstig ist - trotzdem würde ich Ihnen
raten, mit Ihrem Frauenarzt einmal über das
Thema Kinderwunsch zu sprechen und ob ggf.
Untersuchungen bei Ihnen sinnvoll sind, um
eine Fruchtbarkeitsstörung auf Ihrer Seite
ganz sicher auszuschließen.
Für weitere Fragen stehe natürlich gerne zur
Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
Prognose nach
Refi - 12 Jahre sterilisiert....gemeinsame
Kinder....
geschrieben von: Claudia 213.252.141.100
Datum: 21. November 2006 09:35
Hallo,
ja also vor 12Jahren hat mein Mann sich dann
dazu entschloßen, sich sterilisieren zu
lassen. Wir waren ziemlich jung ,es wurden
zwei gesunde Kinder geboren da war ich 25Jahre
und mein Mann 27Jahre.Aufgrund von zwei Kaiserschnitten
,und ich Raucherin sagten wir uns damals
unsere Familienplanung wäre abgeschloßen.
Doch siehe heute 12Jahre später stellt sich
uns doch der Wunsch nach noch einem Kind da.
Bin damals bei beiden Schwangerschaften sofort
Fruchtbar gewesen. Könnten sie mir in etwa
Angaben machen wir die Chancen sind nach so
einer langen Zeit die Sache wieder
rückgängig zu machen. Ich bin heute 39Jahre
und mein Mann 41.
Vorab vielen Dank für Ihre Mühe
Hallo Herr. Dr.
habe mich heute mal an den Urologen gewandt
der damals den Eingriff meines Mannes
vorgenommen hat. Die Sterilisation war im Dezember
1995 also 11Jahre ist es genau her. Ich würde
sie bitte mir doch die Prognose zu schildern
wie hoch die Prozentzahl in etwa ist wieder
schwanger zu werden. Man darf ja nicht vergessen
das ich zwischenzeitlich auch schon 39Jahre
bin.
Vielen dank
für Ihre Mühe
Gruß
Claudia
Re: Prognose
nach Refi - 12 Jahre
sterilisiert....gemeinsame Kinder....
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 02. January 2007 08:53
Hallo
Claudia,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Abteilung Andrologie und Mikrochirurgie
der Paracelsus Klinik Golzheim in Düsseldorf
ist eines der europaweit meistfrequentierten
Zentren für Refertilisierungsoperationen bei
Männern.
Es ist in fast allen Fällen mit guten
Erfolgsaussichten möglich, eine Sterilisation
beim Mann durch Wiederverbinden der
Samenleiterenden unter dem OP Mikroskop
rückgängig zu machen.
Die Erfolgsrate hängt von verschiedenen
Faktoren ab:
Sterilisationsdauer: in Ihrem Fall mit ca. 11
Jahren mittel.
Fruchtbarkeit der Partnerin: 39 Jahre, bereits
2 Kinder. Sehr günstig - das Paar hat
gemeinsame Kinder. Bitte ggf. Untersuchung
beim Frauenarzt durchführen lassen.
Statistische Auswertung der Erfolgsrate der
Refertilisierung:
Verschlußzeit <5 Jahre Positives
Spermiogramm in 88% Schwangerschaftsrate 61%
Verschlußzeit 5-10 Jahre Positives
Spermiogramm 83% Schwangerschaftsrate 46%
Verschlußzeit 10-15 Jahre Positives
Spermiogramm 68% Schwangerschaftsrate 42%
Verschlußzeit >15 Jahre Positives
Spermiogramm 62% Schwangerschaftsrate 27%
Wenn Sie uns
Ihre Postadresse mitteilen, übersenden wir
gerne ausführliches Infomaterial.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur
Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und
Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
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2.
Der Urologe hat ein Stück Samenleiter entfernt - ist das
ein Problem entfernt.
Ein Stück
Samenleiter fehlt......
geschrieben von: Nikolaus Grandmontagne 213.252.141.100
Datum: 14. November 2005 11:20
Sehr geehrter
Herr Petsch,
ich habe mich schon ein wenig informiert und
weiß, was bei einer Refertilisierung auf mich
zu käme. Ich bin 42 Jahre alt und seit 2001
zeugungsunfähig durch Vasektomie. Dabei wurden
ein bis zwei cm der Samenleiter großzügig
entfernt. Ich habe einen Sohn aus erster Ehe war
also zeugungsfähig vor dem Eingriff. Meine
Lebenspartnerin ist jetzt 43 Jahre alt und hatte
bisher noch keine Kinder. Um ein gemeinsames
Kind bekommen zu können habe ich mich
entschlossen, eine Refertilisierung ins Auge zu
fassen.
Dabei habe ich
aber folgende Fragen: Ist es trotz Fehlens
größerer Teile der Samenleiter möglich eine
erfolgreiche Refertilisierung an mir
durchführen zu lassen? Welche Möglichkeiten
gibt es herauszufinden, ob meine Partnerin
überhaupt noch eigene Kinder haben kann?
Sprich, lohnt sich diese Mühe überhaupt? Von
einer externen Befruchtung (mit z.B. TESE)
möchte ich absehen, gerade im Hinblick auf die
Belastungen für meine Partnerin.
Vielen Dank im
Voraus
mfG
N. Grandmontagne
Re: Ein Stück
Samenleiter fehlt......
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 16. November 2005 17:22
Sehr geehrter
Herr Grandmontagne,
die Aussichten für Sie persönlich, durch eine
mikrochirurgische Refertilisierung wieder
zeugungsfähig zu werden sind günstig: Sie
waren vor der Sterilisation sicher fruchtbar,
die Sterilisationsdauer ist mit 4 Jahren noch
vergleichsweise kurz. Ob durch die 'großzügige`Entfernung
von Samenleiterlänge ein Problem zu erwarten
ist, kann ich erst nach einer persönlichen
Untersuchung sagen; bisher hatte ich aber noch
keinen Fall, bei dem eine Refertilisierung wegen
zu langer Defektstrecke gescheitert wäre. Der
längste Defekt, den wir dabei bisher
ausgeglichen haben, war ca. 7-8 cm. Wir hatten
auch schon Patienten, die 'zweimal' sterilisiert
waren (erneute Sterilisation mit
weiterbestehendem Samenzellnachweis auch nach
Sterilisation). In solchen Fällen arbeitet der
Urologe normalerweise auch 'sehr gründlich',
und auch in diesen Fällen war die
Refertilisierung ohne größere Probleme
möglich. Es ist im übrigen fast immer gut
möglich, einer Sterilisation 'in der Leiste' zu
refertilisieren, allerdings entfällt bei diesen
Fällen die Möglichkeit der Tubulovasostomie.
Die Aussichten auf eine Schwangerschaft bzw.
Vaterschaft nach der Refertilisierung mit einer
43 Jahre alten Partnerin sind natürlich
deutlich schlechter als mit einer jüngeren Frau
- das würde auch gelten, wenn Sie nicht
sterilisiert worden sind. Allerdings sind die
Erfolgschancen auch der Alternative der
künstlichen Befruchtung bei älterer Partnerin
deutlich vermindert. (Sorry an unsere weibliche
Leserschaft, aber so ist das nun mal).
Ich würde in einem Fall wie bei Ihnen
empfehlen:
1. Persönliche Untersuchung bei einem
erfahrenen Andrologen bzw. Mikrochirurgen.
2. Gynäkologische Untersuchung der Frau.
Falls alles o.k. dann
Mikrochirurgische Refertilisierung mit der
Einfrierung (Kryokonservierung) von Hodengewebe.
Sollte nach der OP nicht schnell ein gutes
Spermiogramm erreicht werden, zeitnahe
Vorstellung als Paar in einem
Kinderwunschzentrum zur unterstützenden
Therapie.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
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3.
Erfolglose
ICSI nach Hodenbiopsie - Refertilisierung
jetzt noch möglich? ICSI nach Hodenbiopsie
Erfolglose ICSI - Refertilisierung noch
sinnvoll?
geschrieben von: Andrea Lange 213.252.141.100
Datum: 15. January 2006 15:25
Hallo Herr Dr.
Petsch,
mein Mann wird
46 Jahre, hat einen Sohn (geb. 1990) aus erster
Ehe und wurde 1994 sterilisiert. Nun bin ich in
sein Leben getreten (33 Jahre, keine Kinder,
aber Kinderwunsch). Aufgrund des Kinderwunsches
wurde 2003 Hodengewebe entnommen und
eingefroren, und zwar mit dem besten Ergebnis.
Nun haben wir aber ziemlich erfolglos schon die
zweite ICSI-Behandlung hinter uns, und zwar
deshalb, weil die Dinger nicht beweglich genug
sind. Wie wären denn die Aussichten bei einer
Refertilisierung?
Viele Grüße
Andrea Lange
Refertilisierung
vs. ICSI
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 18. January 2006 14:15
Hallo Frau
Lange,
wenn die Hodenprobenentnahme gute Samenzellen
ergeben hat, so sind auch die Aussichten für
eine erfolgreiche Refertilisierung gut.
Bei erneutem Kinderwunsch nach Sterilisation des
Mannes ist die mikrochirurgische
Refertilisierung sicher die aussichtsreichste
Maßnahme. Die Erfolgsraten der künstlichen
Befruchtung sind deutlich geringer - und dazu
ist die künstliche Bruchtung wesentliche
aufwendiger, teuerer, und die Partnerin muß
auch behandelt werden.
Wenn nun die künstliche Befruchtung, wie bei
Ihnen, erfolglos bleibt, so stellt sich die
Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,
jetzt mit einer Refertilisierung noch schwanger
zu werden?
Bei Männern mit einer Sterilisationsdauer von
10-15 Jahren zeigen die Ergebniszahlen der auf
Refertilisierungen spezialisierten Zentren
einein positiven Samenerguß in 70% der Fälle
und eine Schwangerschaftsrate von 42%. Die
Schwangerschaftsrate hängt natürlich auch von
der Fruchtbarkeit der Frau ab - wenn diese bei
Ihnen normal ist (was ich annehme), so sehe ich
auch bei Ihnen einen realistische Chance, nach
Refi schwanger zu werden.
Ein wichtiger Vorteil nach der Refertilisierung
ist , dass die Befruchtungsphase nicht nach 2
Zyklen endet, wie bei der künstlichen
Befruchtung, sondern dass Sie bei einem 'wieder
fruchtbaren' Partner im Prinzip bei jedem
Eisprung die Chance auf eine Schwangerschaft
haben ....... die 'Befruchtung' findet ja auf
natürlichem Weg statt!
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
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dr.petsch@androdoc.de
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4.
Wie hoch
sind die Risiken einer Refertilisierung?
Risiken einer
Refertilisierung ?
geschrieben von: J. Kaufmann 213.252.141.100
Datum: 18. January 2006 17:07
Sehr geehrter
Herr Dr. Petsch,
vielen Dank
für die Infos. Was mir noch am Herzen liegt,
ist diese OP sehr kompliziert bzw. gefährlich
für meinen Partner? Besten Dank!
Mit
freundlichen Grüßen
J.Kaufmann
Re: Risiken
einer Refertilisierung ?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 23. January 2006 10:38
Hallo Frau
Kaufmann,
die OP Risiken sind nicht höher als bei der
Sterilisation.
Die Refertilisierungsoperation ist natürlich
deutlich schwieriger als eine Sterilisation,
schließlich soll der Samenleiter ja durchgänig
und flüssigkeitsdicht wieder vernäht werden.
Also kompliziert nein, schwierig ja.
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
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5.
Ist eine
Ratenzahlung möglich?
Re:
Refertilisierung - Ratenzahlung möglich?
213.252.141.100
Datum: 19. May 2006 19:02
Sehr geehrter
Dr. Petsch,
mein Alter ist
40 Jahre, und ich habe vor 10 Jahren eine
Vasektomie vornehmen lassen. Ich habe mich
damals dazu entschlossen weil meine damalige
Frau psychisch krank war und schon zwei Kinder
hatte. Danach kam die Trennung, und jetzt bin
ich mit einer Frau zusammen, die 7 Jahre jünger
ist als ich und wir uns gemeinsam ein Kind
wünschen in absehbarer Zeit. Nun habe ich
gelesen, dass die Refertilisierung pauschal
berechnet wird und vom Patienten selbst bezahlt
werden muss. Meine Frage an Sie: Besteht die
Möglichkeit diese Operation nicht auf einmal zu
bezahlen, sondern in mehreren Schritten? Ich
befinde mich zur Zeit in einer
Umschulungsmaßnahme der LVA Niederrhein in Bad
Pyrmont. Ich hoffe Sie können mir helfen!Vielen
Dank im voraus.
Mit
freundlichen Grüßen
Kosten der
Refertilisierung / Vasovasostomie
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 23. May 2006 08:49
Hallo,
vielen Dank für Ihre Anfrage - wir erhalten
ähnliche Fragen häufiger.
Es hat in der Vergangenheit mehrfach Fälle
gegeben, in denen die Zahlung trotz
erfolgreicher OP sehr zögerlich oder gar nicht
erfolgte....Sie haben daher sicher Verständnis,
dass wir bei selbst zahlenden Patienten und
Wahleingriffen die Regelung getroffen haben: Die
Kosten sollten vor der OP als Vorkassenleistung
hinterlegt sein. Falls die OP verschoben wird
oder aus welchen Gründen auch immer nicht
stattfindet, erhält der Patient die
Vorkassenleistung selbstverständlich zurück
erstattet.
In Einzelfällen ist es möglich, eine
Ratenzahlung zu vereinbaren.
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
www.androdoc.de
Refertilisierung
- Ratenzahlung??
213.252.141.100
Datum: 16. January 2007 11:10
Lieber Herr Dr.
Petsch!
Ich weiß
nicht, ob Sie sich noch an uns erinnern...?
Nach wie vor besteht der Wunsch einer
Refertilisierung!!!
Leider haben wir die Kostenpauschale noch nicht
zusammen-es ist einfach schwierig, aufeinmal
diesen Betrag "locker" zu machen ;-)
Deswegen möchte ich nun fragen, ob eine
Ratenzahlung möglich ist und wie diese
abzuzahlen ist.
Denn wie Sie in unserem Gespräch ja schon
erwähnten-ich werde nicht jünger *schnief*
Wir sind uns zu 100% sicher, diesen Eingriff von
Ihnen vornehmen lassen zu wollen!!!
Falls eine Ratenzahlung ausgeschlossen sein
sollte, sparen wir natürlich fleißig weiter!
Vielen Dank und herzliche Grüsse
Refertilisierung
- Ratenzahlung
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 10:18
Hallo,
Eine Ratenzahlung im eigentlichen Sinn (also
abstottern über viele Monate) bieten wir nicht
an - wir sind ja keine Bank.
In Einzelfällen läßt sich die Verwaltung auf
eine Ratenzahlung in dem Sinne ein, dass Sie
allerdings den Hauptbetrag vor der OP bezahlen
müssten.
Ggf. können Sie sich auch direkt an unsere
Leiterin der Buchhaltung wenden, um die
Einzelheiten zu besprechen.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
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dr.petsch@androdoc.de
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6.
Übernimmt
die Krankenkasse die Kosten der
Refertilisierung?
Wann übernimmt
die Krankenkasse die Kosten der Refertilisierung?
geschrieben von: Nicole 213.252.141.100
Datum: 30. July 2006 03:36
Hallo Dr.
Petsch,
Sie schrieben
in einem obigen Artikel folgendes:
Die Kosten für eine Refertilisierung müssen in
den meisten Fällen vom Patienten selbst
getragen werden (so wie auch bei einer
Sterilisation).
Aus diesem Satz
schließe ich, das nicht alle Patienten die
Refertilisierung selbst tragen müssen, welche
´Ausnahmen´ sind das, denn mein Mann würde
sich gerne dieser OP unterziehen, da er sich vor
ca. 11 Jahren für seine Frau hat Serilisieren
lassen (sie durfte keine Kinder mehr bekommen ).
Leider sieht er es nicht ein die Kosten selbst
zu tragen, da sie nach der Steri noch ein Kind
von einem anderen Mann bekommen hat.
Ich hoffe sie
können uns ein klein wenig weiter helfen und
bedanke mich im voraus
MFG Nicole
Kostenübernahme
Refertilisierung durch die Krankenkasse?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 09. August 2006 11:22
Hallo Nicole,
natürlich fragen viele Patienten nach, ob nicht
vielleicht die Krankenkasse die Kosten der
Refertilisierung übernehmen kann.
Ich habe dies bisher nur in zwei Fällen erlebt:
Im einen Fall waren durch eine Unfall mehrere
Kinder der Familie verstorben, so dass die
Krankenkasse sich bereit erklärt hat, die
Refertilisierung zu bezahlten. (quasi aus
Kulanz, wenn man das in diesem tragischen Fall
überhaupt so nennen darf).
In einem zweiten Fall waren bei dem Patienten
nach der Sterilisaiton immer wieder und über
Jahre Nebenhodenentzündungen aufgetreten, so dass
die Krankenkasse auf Drängen des Patienten
bereit war, eine Refertilisierung zu bezahlen.
Die häufigen Nebenhodenentzündungen waren allerdings
anhand einer Vielzahl von Arztbesuchen über
mehrere Jahre nachvollziehbar.
Leider sind die Krankenkassen also nur in sehr
seltenen Fällen bereit, die Kosten der
Refertilisierung zu bezahlen. Sie sollten ggf.
Kontakt mit Ihrer Krankenkasse aufnehmen, um die
Kostenerstattung zu klären. Wenn ich Ihnen
dabei irgendwie behilflich sein kann, will ich
das gerne tun.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
Refertilisierung
- Krankenkasse?
geschrieben von: jacqueline 213.252.141.100
Datum: 26. January 2007 11:39
Hallo mein Freund
hat sich vor 2004 einer Vasektomie unterzogen
bezahlt die Rückgängigmachung nun noch die Krankenkasse
oder müssen wir des selbst zahlen?
er sagt des würde die Kasse noch übernehmen
weil es vor 2004 war....
Refertilisierung
- Krankenkasse
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 10:18
Hallo
Jaqueline,
normalerweise zahlen die Krankenkassen die
Rückgängigmachung der Sterilisation nicht. Sie
können natürlich gerne bei Ihrer Krankenkasse
nachfragen, aber es lohnt sich nicht, große
Hoffnungen zu haben.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Tel.& Fax. 0211-4379-115
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7.
Ab wann kann
ich nach einer Refertilisierung schwanger
werden?
Erfolgreiche
Refertilisierung - ab wann schwanger?
geschrieben von: Nova 213.252.141.100
Datum: 12. October 2006 19:21
Hallo, mein
Mann hat sich einer Refertilisierung unterzogen.
Bei der Op hat der Arzt (wörtlich) massenhaft
Spermien gefunden, die völlig in Ordnung waren.
Wie sieht das jetzt mit den erfolgsrten für
eine Schwangerschaft aus? Meine Frauenärztin
sagt, dass bei mir nichts gegen eine
Schwangerschaft spricht. ( Bin 21).
Vielen Dank im Vorraus für Ihre Bemühungen.
Mit freundlichen Grüßen
Nova
Schwangerschaft nach Refertilisierung - wie
lange dauerts?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 27. October 2006 12:54
Hallo Nova,
viele Paare möchten gerne wissen, wie schnell
nach einer Refi eine Schwangerschaft möglich
ist. Den Rekord unter den von mir operierten
Patienten hält ein Paar mit errechnetem
Konzeptionstermin (='Befruchtungstermin' ;-) )
drei Wochen nach der Refi. 2. Platz für 5
Wochen.
Das sind allerdings deutliche Spitzenreiter.
Normalerweise rechne ich mit einer
Schwangerschaft nach 12-18 Monaten nach
erfolgreicher Refi.
Ihr Partner sollte Kontrollsperiogrammen
durchführen lassen - normal nach ca. 3 Monaten
empfohlen, kann man aber auch schon nach 2
Monaten machen lassen.
Viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
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dr.petsch@androdoc.de
Wann kann
ich schwanger werden? Muss ich am Anfang
verhüten?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50
Sehr geehrter
Dr. Petsch!
Ist der Mann theoretisch ab dem ersten
Samenerguss nach der OP fruchtbar?-Sollte man
also direkt mit der Verhütung anfangen,wenn man
nicht sofort ein Kind möchte?
Viele Grüsse von Imsa
Re: Wann kann ich schwanger werden? Muss ich am
Anfang verhüten?
Hallo Imsa,
Theoretisch ja. Ich habe zwei Paare, die schon
einige Tage nach der Refertilisierung schwanger
geworden sind. Dies sind jedoch sicherlich
Ausnahmen, d.h. andere Paare sollten Ihre
Erwartungen nicht an diesen Einzelfällen
festmachen. ‚Normalerweise' rechne ich mit
einer Schwangerschaft nach erfolgreicher
VasoVasostomie / Tubulovasostomie nach 12.18
Monaten. Die o.g. Fälle bringe ich nur zur
Sprache, um klar zu machen, dass eine
Schwangerschaft auch sehr zügig eintreten kann.
Wenn Sie also zunächst noch gar nicht schwanger
werden möchten (z.B. berufliche Gründe), dann
sollten Sie verhüten.
Grundsätzlich ist eine Verhütung in der ‚Anfangsphase'
ist nicht erforderlich, Fehlbildungen durch
'alte Spermien' sind nicht bekannt.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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Re: Wann kann
ich schwanger werden? Muss ich am Anfang
verhüten?
geschrieben von: Nova 213.252.141.100
Datum: 21. November 2006 12:12
Hallo Herr Dr.
Petsch,
vielen Dank für Ihre letzte Antwort. Ich musste
doch einwenig schmunzeln (Befruchtungsrekord von
3 Wochen nach der OP). Man hatte uns gesagt,
dass wir 4 wochen nicht "dürfen". Nun
gut. Mein Mann hat ein Spermiogramm machen
lassen 8 1/2 Wochen nach der OP. Es wurden 16
mio. Spermien gefunden. Was heißt das denn nun
im Klartext? Kann ich damit schwanger werden? (
Wie gesagt: bin 21 und kerngesund). Und wenn die
Anzahl der Spermien noch zu gering ist, werden
es im Laufe der Zeit noch mehr? Es gibt im
Moment für mich nichts schlimmeres als diese
quälende Ungewissheit. Und das grausamste sind
die Tage an den Tagen vor den "Tagen".
Bitte, bitte helfen Sie mir. Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen Nova PS Das
Spermiogramm wurde erstellt, als mein Mann und
ich am Tag zuvor drei mal Geschlechtsverkehr
hatten. Hat das auch einen Einfluss auf das
Ergebnis?
Re: Wann kann
ich schwanger werden? Muss ich am Anfang
verhüten?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 02. January 2007 09:15
Hallo Nova,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Ich empfehle meinen Patienten, nach der
Refertilisierung für 14 Tagen einen Samenerguß
zu vermeiden. Vermutlich werden sich nicht alle
Patienten daran halten.....
Ich habe von ein paar Tagen gerade wieder
Nachricht von einem Paar erhalten. Den Mann
hatte ich im März refertilisiert - die Frau ist
jetzt auf Ende Januar ausgezählt.....
Aber ich möchte hier nicht unrealistische
Erwartungen schüren, in den allermeisten
Fällen dauert es mit der Schwangerschaft schon
länger!
Ich veranlasse weitere Untersuchungen (z.B.
Suche nach Antispermienantikörpern) erst, wenn
bei 'normalem' Spermiogramm innerhalb eines
Jahres keine Schwangerschaft eingetreten ist.
16 mio Spermien ist doch schonmal ein gutes
Ergebnis.
Natürlich hat es einen Einfluß auf das
Ergebnis, wenn Sie am Tag vor dem Spermiogramm
3xGV hatten.
Standardmäßig empfehlen wir den Patienten eine
'Karenz' von 5 Tagen vor dem Spermiogramm. Wenn
das 'zu schwierig' ist - 3 Tage sollten Sie
schon einhalten.
;-).
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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8.
Wie
verhalten ich mich nach der Refertilisierung?
Ruhepause nach
der Refertilisierung ?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50
Sehr geehrter
Dr. Petsch!
Bei meinem Mann
wurde die Sterilisation vor drei Jahren
durchgeführt, da wir uns zu diesem Zeitpunkt
sicher waren, keine Kinder mehr zu wollen. - Wir
haben eine gemeinsame Tochter.
Nun ist es aber
so, daß vor allem bei mir, der Wunsch nach
weiteren Kindern wieder erwacht ist. Ich habe
mit meiner Gynäkologin gesprochen, die mich
zunächst einmal über die verschiedenen
Möglichkeiten, trotz Sterilisation, wieder
schwanger zu werde, aufklärte.
Im Internet bin
ich dann auf Ihr Forum gestoßen.
Wie lange
sollte sich der Mann nach dem Eingriff
"schonen" (im Bezug auf
Geschlechtsverkehr, Sport,...)?
Vielen Dank im
Voraus und liebe Grüße!!!
Re: Ruhepause
nach der Refertilisierung ?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 12:34
Hallo Imsa,
Je nach
Belastung durch Job / Sport empfehle ich 10-14
Tage. Was heilen soll muss ruhen..... ingesamt
entsprechen die Beschwerden in etwa der
Sterilisation, sind also 'nicht so schlimm'.
Sie können auf den Sites von androdoc.de einen
Flyer runterladen: Nach der Refertilisierung.
Dort können Sie alle meine Empfehlungen im
Detail nachlesen.
Nach der Refi sollte sich der Patient für ca.
3-4 Tage gut schonen (Sofa, Video, Füße hoch
etc. - ‚Sie' kann Ihren Partner etwas
verwöhnen). Anschließend empfehlen ich noch
eine Pause für einige Tage - je nach Job. Die
Patienten erhalten von mir eine Krankschreibung
für 14 Tage.......
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J.
Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
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Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
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9.
Kann die
Refertilisierung / Vasovasostomie sich
wieder verschließen?
Wiederverschluss möglich?
geschrieben von: Imsa28 213.252.141.100
Datum: 01. November 2006 11:50
Sehr geehrter
Dr. Petsch!
Wenn bei meinem
Mann die Refertilisierung erfolgreich
durchgeführt wurde,bleibt das dann auch so?-Ich
habe mal gelesen,daß eventuell zu viel
Narbengewebe entsteht,welches die
Durchlässigkeit einschränken kann.
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße!!!
Re:
Wiederverschluss möglich?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 06. November 2006 12:34
Hallo Imsa,
Sie habe ganz richtig gelesen, dass es bei
einigen Patienten nach zunächst erfolgreicher
Refertilisierung und Vaterschaft später durch
einen narbigen Wiederverschluß zu Sterilität
kommen kann.
Narben können sich verkürzen - sicher haben
Sie z.B. schoneinmal Brandverletzungen gesehen -
dort kann man Narbenzug am besten erkennen. Wenn
sich nun die ‚Narbe' des Sameneleiters, die ja
‚rund' ist, verkürzt, kann sich die
Durchflussbahn immer weiter einengen und
schließlich ganz verschließen.
Ich habe solche Fälle bei meinen Patienten
erfreulich selten - im Einzelfall kann es
sinnvoll sein, die Operation zu wiederholgen.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten
Sie ggf. nach erfolgreicher Refertilisierung
Samenproben bei einer Samenbank einfrieren
lassen.
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
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Wiederverschluss??
geschrieben von: Dada 213.252.141.100
Datum: 22. March 2007 15:01
Mein Partner
hatte vor einem Jahr eine Rückoperation einer
Vasektomie.
Alles ist gut verlaufen,auch die
Durchgängigkeit war wieder da.Das erste
Spermiogramm war auch sehr vielversprechend,
aber von da an ging es nur mehr berab.
die Werte wurden immer schlechter.
Jetzt hat er mit einer Antibiotika behandlung
angefangen, da vermutet wird, das eine
Entzündung vorliegt.
Es ist jetzt unsere letzte Hoffnung auf den
gewünschten Erfolg.
Was meinen sie zu dem Ganzen.
Bei mir ist alles in Ordnung, bis auf
Bauchspegelung wurde noch nicht
durchgeführt.Habe jedoch keine Regelbeschwerden
oder so...
Danke für die
Antwort im voraus.
Lg Dada
Re:
Wiederverschluss??
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 26. March 2007 08:19
Hallo Dada,
ich vermute, Sie stellen auch einen Anfrage für
einen Patienten, der nicht von mir operiert
wurde.........:-)
Es kommt gelegentlich vor, dass nach einer
zunächst erfolgreichen 'Rückgänigmachung der
Sterilisation' (Refertilisierung) zunächst gute
Spermiogrammwerte gemessen werden, die dann
jedoch in den Kontrollen immer schlechter
werden. Es kann so weit gehen, dass der Patient
nach einiger Zeit wieder vollständig steril
wird.
Der Grund hierfür ist in fast allen Fällen ein
so genannter 'narbiger Wiederverschluß' der
Samenleiter an der Stelle, an der die
Samenleiterenden miteinander verbunden sind.
Narben können sich verkürzen. Die meisten
haben schonmal jemanden mit einer
Verbrennungswunde gesehen - dabei ist dieses
Phänomen am besten erkennbar. Durch
Narbenverkürzung kommt es in
Verbrennungsarrealen oft zu 'Verziehungen' der
Haut.
Nun kann bei einer Refertilisierungsnarbe etwas
ähnliches passieren. Die sehr kleine und mehr
oder weniger runde Narbe / Naht verkürzt sich -
Sie können sich vorstellen, dass die
Durchgangsöffnung dadurch immer kleiner wird -
bis zum vollständigen Verschluss.
Ich habe schon eine ganze Reihe von ähnlichen
Fällen hier bei uns in Düsseldorf erfolgreich
revidiert (Narbengewebe ausgeschnitten + neue
mehrschichtige Verbindung ). Meist sind solche
Revisionen erfolgreich, allerdings ist dies
keine Garantie, dass die neue Verbindung sich
nicht im Laufe der Zeit auch wieder
verschließt. Ich empfehle in solchen Fällen,
zur Zeit der guten Spermiogrammwerte Samenproben
in einer Samenbank einfrieren zu lassen - als
Sicherheit für den Fall des erneuten
Verschlusses.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
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Angst vor Wiederverschluss
geschrieben von: Andreas Brohm 213.252.141.100
Datum: 12. February 2007 14:10
Sehr geehrter
Herr Dr. Petsch,
ich hatte im
Januar eine Refi.
Also: Ich habe mit meiner Partnerin schon regelmäßigen
Sex, wir hielten uns die ersten 14 Tage an die
verordnete Karenz und dann übten wir fleißig.
Nun hat meine Freundin seit über einer Woche
keine Lust auf Sex (fühlt sich nicht, hat sogar
ss-anzeichen (wir hoffen natürlich obwohl wir
denken, kann doch noch gar nicht sein Refi war
am 6.01.).
Kann nun wenn
wir mal ne Woche keinen Sex haben (ich hab auch
viel viel Stress im Job und bin oft tagelang mal
weg) ein Wiederverschluss kommen? Oder muss ich
mit "Selbsthandanlegen" regelmäßig
dafür sorgen. Finde ich etwas schade aber
Wiederverschluss wäre ja fatal!
Danke im Voraus
und einen schönen Tag!
Andi Brohm
Re: Angst vor
Wiederverschluss
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 26. February 2007 09:40
Hallo Herr
Brohm,
eine wissenschaftlich begründete Antwort auf
Ihre Frage gibt es natürlich nicht.
Einige Tage kein Sex ist m.E. kein Problem für
die Samenleiterverbindung.
Ich hatte in unserem Patientengut übrigens
schon einige Fälle, bei denen eine
Schwangerschaft schon nach wenigen Tagen
eingetreten ist.
Also viel Glück.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
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10.
Wo sollte
ich mich operieren lassen?
Refertilisierung
- wo?
geschrieben von: D. Werner 213.252.141.100
Datum: 15. January 2007 14:41
Sehr geehrter
Herr Dr. Petsch,
mein Lebensgefährte (42) hat sich vor 13 Jahren
sterilisieren lassen. Er hat ein erwachsenes
Kind und nun möchten wir gern noch ein
gemeinsames (ich bin 33 Jahre). Nun hat er im
März einen Termin zur Refertilisation hier in
Leipzig. Uns wurden im Beratungsgespräch Kosten
zwischen 2.000 - 4.000 Euro für den Eingriff
benannt, die im Voraus als Pauschalbetrag vom
Konto eingezogen und ggf. bei Überbezahlung
rückerstattet werden. Die Spanne erscheint uns
zum einen ganz schön groß (zumal wir um eine
konkretere Angabe der Kosten gebeten haben...
Genaueres konnte man uns nicht sagen.) und zum
anderen sind wir unsicher, ob diese
Vorgehensweise so üblich ist.
Auch sind wir etwas unsicher, ob wir uns an die
richtige Klinik gewandt haben... Man sagte uns,
dass sie ca. 2 - 5 Fälle dieser Art im Jahr
hätten. Kann man daraus Schlussfolgerungen
ableiten, die auf den Erfolg schließen lassen?
(Ist diese OP mit anderen vergleichbar?)
Für Hinweise bin ich sehr dankbar.
MfG
Diana Werner
Refertilisierung
- bitte zum Spezialisten!
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 15. January 2007 16:46
Hallo Frau
Werner,
1. Eine OP Zahl von 3-5 Refertilisierungen pro
Jahr ist sehr gering. Es wird allgemein
empfohlen, dass ein Operateur pro Jahr über 30
Refertilisierungen durchführen sollte, um über
die entsprechende Routine zu verfügen. Es gibt
möglicherweise einige Operateure, die auch bei
geringere OP Zahl gute Ergebnisse erzielen. Ich
spreche aber sicher im Namen aller
mikrochirurgisch tätigen Andrologen, dass eine
OP Zahl von nur 3-5 pro Jahr sehr niedrig ist.
Zum Vergleich: Wir führen in Düsseldorf pro
Jahr ca. 100 Refertilisierungen durch; wir sind
damit eines der Europaweit meistfrequentierten
Zentren für Refertilisierungsoperationen bei
Männern.
2. Unsere Patienten zahlen eine feste Pauschale, es kommen keinerlei
Zusatzkosten hinzu. Auch die Übernachtungen des
Patienten sind mit enthalten - nur für die
Unterbringung einer mitreisenden Partnerin
fallen ggf. pro Nacht Euro 100,- an - gerne
vermitteln wir Ihnen aber auch eine
kostengünstigere Übernachtungsmöglichkeit in
Düsseldorf.
Infomaterial bestellen unverbindlich über die
u.g. Email.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
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11.
Was sind Anti-Spermien-Antikörper?
Antispermienantikörper??
geschrieben von: C. Vorberg 213.252.141.100
Datum: 06. March 2007 12:31
und noch eine
Frage, die ich in diesem Forum nicht eindeutig
rauslesen konnte, wie ist das mit den
Anti-Körpern, die der Körper produziert?
Passiert das nur wenn das Sperma bei der OP ins
Blut gelangt? Und inwiefern sind die auf die
Erfolgschancen ausschlaggebend?
Bzw. ich ziehe die Frage mal von einem oberen
Beitrag raus:
Habe gelesen
das einige Männer, da bei der Vasektomie
Spermien ins Blut gelangt sind Antikörper gegen
ihr Sperma entwickeln in wie fern beeinflusst bzw.
macht dies die Refertilisierung überhaupt
sinnvoll ? Kann man das auch testen ob
Antikörper im Blut vorhanden sind???
und vor allem,
ist es Standart, das Sperma bei der Vasektomie
ins Blut gelangt, oder kommt es auf die
Sauberkeit des damals behandelnden Arzt an?
Mit
freundlichen Grüßen
Antispermienantikörper?
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 09. March 2007 12:17
Hallo Frau
Vorberg,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Es ist tatsächlich so, dass in einigen Fällen
(ca. 4%) nach einer erfolgreichen
Refertilisierung aufgrund von
Antispermienantikörpern die Schwangerschaft
ausbleibt. Leider lassen sich diese Antikörper
erst in Sperma mit Samenzellen, also nach einer
Refertilisierung, sicher nachweisen. Eine
Untersuchung des Blutes vor einer geplanten
Refertilisierung hat keinen prognostischen Wert.
Während der Refertilisierung wird mit sehr
feinen Instrumenten unter hoher optischer
Vergrößerung gearbeitet, so dass ist fast
ausschließen kann, dass dabei der entscheidende
Blut-Sperma-Kontakt entsteht. Es ist vielmehr
so, dass bei sterilisierten Männern generell
Antispermienantikörper nachweisbar sind, also
infolge der Sterilisation selbst. Auch andere
Hodenverletzungen oder Operationen, aber auch
Entzündungen können zu solchen
Antispermienantikörper führen.
Trotz dieser Möglichkeit ist die
Refertilisierung des Mannes in einem Fall wie
bei Ihnen sicherlich der aussichtsreichste Weg
zur erneuten Elternschaft.
Für weitere Fragen stehe natürlich gerne zur
Verfügung,
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
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Antispermienantikörper
geschrieben von: Castagna Jan 213.252.141.100
Datum: 14. May 2007 21:50
Guten Tag !
Könnten Sie
uns bitte das Infopaket zusenden und ein Wort zu
den Antikörpern die sich gegen die Samen bilden
sagen. Sind diese Antikörper auch schaedlich
fuer meinen Koerper ?
Wie erhalte ich einen OP Termin?
MfG,
Jan Castagna
Re:
Antispermienantikörper
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 18. May 2007 11:14
Hallo Herr
Castagna,
zum Thema Antispermienantikörper (ASA):
Ich erhalte häufig Fragen zu ASA, obwohl diese
nur in sehr seltenen Fällen ein Problem
darstellen. Unter 5% der Patienten bleiben
unfruchtbar durch ASA. Es gibt keinen Test um
vor der Refertilisierung auf ASA zu testen. Ich
habe auch eine ganze Reihe von Patienten, die
angeblich einen positiven ASA Nachweis hatten -
und kurz danach wurde die Frau ganz normal
schwanger!
Ob der Patient relevante Antispermienantikörper
gegen seine Samenzellen hat läßt sich erst
nach einer erfolgreichen Refertilisierung in
Spermienhaltigem Sperma nachweisen.
Bezüglich Infomaterial - kostenloser und
unverbindlicher Versand gerne - ich brauch
allerdings Ihre Adresse. Bitte ggf. an meine
Emailadresse (s.u.) senden, damit hier nicht
alles öffentlich im Forum steht.
Bezüglich Termin: Einen Termin sollten wir
telefonisch absprechen - ich versuche immer, den
für alle Beteiligten optimalen Termin möglich
zu machen. Natürlich bin ich aber schon auf
einige Wochen im Vorraus gebucht. Wir finden
sicher einen guten Termin!
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
[www.androdoc.de]
dr.petsch@androdoc.de
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12.
Kann die
Refertilisierung auch als ambulante OP
durchgeführt werden?
Refertilisierung
auch ambulant möglich??
geschrieben von: thorsten mönch 213.252.141.100
Datum: 09. May 2006 09:43
hallo,
ich habe mich vor ca.5 jahren einer
sterilisation unterzogen,nach der trennung
meiner damaligen frau möchte ich nun diese
rückgängig machen. können sie mir
informationsmaterial zukommen lassen in dem auch
die kosten für diese op aufgeführt werden?
würde es wenn dann gerne ambulant machen lassen
wenn das möglich wäre. wie hoch wäre die
zeugungsfähigkeit nach diesem eingriff?
mit freundlichen grüße
Re: Refertilisierung auch ambulant möglich??
Hallo Herr Mönch,
es ist natürlich möglich, die
Refertilisierungsoperation ambulant durchführen
zu lassen, d.h. Sie sind am nachmittag nach dem
Eingriff wieder so fit, dass Sie die Klinik
verlassen könnten. Es ist jedoch zu empfehlen,
dass Sie am nächsten Tag nochmals zur Kontrolle
in die Klinik kommen.
Da die meisten unserer Patienten von weiter weg
anreisen, nehmen fast alle den Service gern in
Anspruch, die erste Nacht nach der OP hier in
der Klinik zu verbringen - diese Übernachtung
wird, ebenso wie eine evtl. Übernachtung vor
der OP, nicht gesondert in Rechnung gestellt.
Die Zeugungsfähigkeit nach dem Eingriff läßt
sich nicht für alle Fälle Pauschal beziffern,
durchschnittlich rechnen wir mit einer
Druchgängigkeitsrate der wieder verbundenen
Samenleiter in ca. 80%, die durchschnittliche
Babyrate liegt bei etwas über 50%. Diese Zahl
schließt alle Fälle ein. Für die
Schwangerschaft ist natürlich auch noch die
'Empfänglichkeit' der Partnerin mit
entscheidend.
Gerne übersenden ich Ihnen weiteres
Infomaterial - bitte übermitteln Sie mir Ihr
Postadresse.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med. Martin J.
Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
Friedrich Lau Str. 11
40474 Düsseldorf
Tel.& Fax. 0211-4379-115
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13.
Benötige
ich den OP Bericht der Sterilisation?
Benötigen
Sie den OP Bericht der Sterilisation??
geschrieben von: Smit 213.252.141.100
Datum: 13. June 2006 13:09
Ich überlege
die Sterilisation rückgängig zu machen (Man).
Die Sterilisation ist in 2003 ausgeführt, die
Enden sind Verödet. Der Urologe (NL) behauptet
kein Bericht darüber zu besitzen was genau
entfernt ist.
1. Ist es wichtig diesen zu besitzen?
2. ändert das was an der Wahrscheinlichkeit
zeugungsfähig zu werden?
Gerne würde ich kurz Informiert werden, danke,
J. Smit
Re: Benötigen
Sie den OP Bericht der Sterilisation??
geschrieben von: Dr. Martin Petsch
213.252.141.100
Datum: 14. June 2006 15:21
Hallo Herr Smit,
ich benötige keinen OP Bericht der
Sterilisation. Die wesentlichen Informationen
erhalte ich von Ihnen: Ist die OP am Hodensack
oder in der Leiste durchgeführt - das weiß der
Patient meist selbst, ggf. müssen die Narben
gesucht werden. Wie groß ist die Lücke im
Samenleiter - das kann ich vor der OP in fast
allen Fällen tasten.
Mit freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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14.
Alternative:
künstliche Befruchtung?
Künstliche Befruchtung nach Sterilisation??
geschrieben von: Christiane Nöll
mail02.kk-bochum.de
Datum: 18. August 2006 12:47
Hallo,
mein Freund hat
in seiner damaligen Ehe eine Sterilisation
vornehmen lassen, da er bereits drei Kinder hat.
Die Zwillinge sind nun 2 1/5 Jahre alt. Nun
wollte ich jedoch nicht auf Kinder verzichten,
zumindest ein Kind hätte ich gerne. Es reicht
mir nicht alle zwei Wochen seine Kinder zu
haben.
Nun meine
Frage: Gibt es auch noch andere Möglichkeiten
an ein Kind zu kommen durch diesen Mann? Habe
ich es richtig verstanden, daß Samen trotzdem
produziert werden und nur nicht weiter geleitet
werden können? Kann man diese Samen nicht
irgendwie entnehmen um eine künstliche
Befruchtung zu versuchen?
Vielen Dank
Christiane
Hallo
Christiane,
natürlich ist auch eine künstliche Befruchtung
möglich, es gibt einige Paare, die diesen Weg
gehen.
Bitte wenden Sie sich an ein Spezialzentrum für
Reproduktionsmedizin, dort wird man Sie im
Detail beraten.
Bei Ihrem Mann ist in diesem Fall eine sog.
Hodenprobenentnahme zur TESE erforderlich, dabei
werden Proben aus den Hoden entnommen, aus denen
dann unter dem Mikroskop Spermien gewonnen
werden.
Von Ihnen werden dann Eizellen benötigt. Damit
viele Eizellen gleichzeitig 'reif' werden, ist
eine Hormonbehandlung notwendig. Die Eizellen
werden in einer kurzen Narkose abpunktiert.
Die eigentlich Befruchtung findet im Labor
statt, die befruchteten Eizellen kommen dann
zunächst in einen sog. Brutschrank. Wenn
Embryonen entstehen, wird man normalerweise 2
Embryonen bei Ihnen einsetzen ( = Embryotransfer
). Damit Ihr Körper die Schwangerschaft
annimmt, ist nochmals eine Hormonbehandlung
notwendig. Die Geburtenrate nach zwei
Durchgängen (Zyklen) liegt in guten Zentren bei
ca. 25%, hängt aber natürlich von vielen
Faktoren ab (Fruchtbarkeit, Alter der Frau?,
Störungen beim Mann? etc. etc.)
Sie sehen, dass umfangreiche Behandlungen beider
Partner durchgeführt werden, außerdem werden
teuere Medikamente eingesetzt. Daher auch die
hohen Kosten:
Meist summiert sich alles zusammen auf ca.
4000,- bis 6000,- Euro pro Zyklus.
Zusammenfassend möchte ich betonen, dass die
Aussichten auf ein gemeinsames Kind
normalerweise nach Refertilisierung des Mannes
deutlich günstigen sind als bei künstlicher
Befruchtung - und die Kosten der
Refertilisierung sind außerdem noch wesentlich
niedriger!
Sie sollten
sich aber am besten in einen
Reproduktionsmedizinischen Zentrum beraten
lassen, die Kollegen dort kennen die Details
viel besser.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur
Verfügung,
Mit
freundlichen Grüssen,
Dr.med.
Martin J. Petsch
Facharzt für Urologie, Andrologie
und spezielle urologische Chirurgie
Fellow European Board of Urology
Leitender Arzt der Andrologie und Mikrochirurgie
Paracelsus Klinik Golzheim
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40474 Düsseldorf
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dr.petsch@androdoc.de
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