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Fruchtbarkeit
Die
Fruchtbarkeit (= Fertilität) bezeichnet
die Fähigkeit eines Mannes, mit einer
Partnerin eine Schwangerschaft zu
erreichen. Häufig geht es aber auch
darum, eine Schwangerschaft gerade zu
verhindern – nicht erst seit dem
Samenraub in der Besenkammer’. |
Da
die
‚Pille für den Mann’ voraussichtlich
noch mehrere Jahre bis zu Anwendungsreife benötigt,
bleibt neben der Enthaltsamkeit und der
Verwendung eines Kondoms nur die Sterilisation
als sichere männliche Verhütungsmethode.
Da die Operation auch rückgängig zu machen
ist, entscheiden sich immer mehr Männer für
diese Form der Kontrazeption.
Lesen
Sie in diesem Kapitel auch Antworten auf häufig
gestellte Fragen (FAQ's) zum Thema Fruchtbarkeit
und Kinderwunsch:
1. Wie finde ich einen Andrologen?
Dr. Petsch: Ich gehe davon aus, dass die
Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für
Andrologie (DGA) andrologisch tätig sind oder
Ihnen einen Andrologen/-in empfehlen können.
Auf der Homepage der DGA - www.dgandrologie.de
- können Sie sich unter 'Mitglieder' eine
Deutschlandkarte mit den DGA Mitgliedern
anzeigen lassen.
Leider sind aus Datenschutzgründen keine Namen
und Adressen genannt.
Das Mitgliederverzeichnis der DGA 2003 ist
alphabetisch geordnet, die Nachfrage nach einem
Andrologen in einem Bundesland oder einer Region
ist daher recht mühselig zu beantworten. Eine
Vereinfachung wäre zumindest die Angabe einer
PLZ Region.
Da ich selbst Mitglied der DGA bin, werde ich
bei der DGA anregen, vielleicht in Zukunft
solche Auskünfte direkt über die DGA zu
erteilen.
Bis dahin empfiehlt sich noch der Gang z.B. zu
einem Urologen, die sich im Allgemeinen auch
recht gut in Andrologie auskennen oder zumindest
einen Kollegen kennen, der sich schwerpunktmäßig
mit Andrologie befasst.
2. Ich verstehe die Befunde im Spermiogramm
nicht.
Dr. Petsch: Bitte lassen Sie sich Ihr
Spermiogramm von Ihrem Andrologen erklären.
Als 'kleines Einmaleins' hier einige
Normwerte und Begriffe:
Normospermie (=normales Spermiogramm):
Volumen: >2ml
pH-Wert: 7,2-7,8
Spermatozoenzahl > 20 Mio.lml
Spermatozoenzahl per Ejakulat
> 40 Mio. lml
Motilität: 50% oder mehr progressiv
bewegliche Spermatozoen
(Kategorie a und b) oder
25% linear progressiv bewegliche (Kategorie a)
innerhalb der ersten Stunde
Kategorien zur Motilität:
a: schnell, linear progressiv, großer
Raumgewinn
b: langsam, träge linear oder nicht linear,
geringer Raumgewinn
c: ortsständig, unbeweglich
Morphologie: 30% oder mehr normale
Spermatozoen
Vitalität: 50% oder mehr vitale
Spermatozoen
Leukozyten, Lymphozyten < 1 Mio./ml
Fructose (gesamt) > 13 Micro-mol pro
Ejakulat
Normabweichungen:
Oligozoospermie < 20 Mio. Spermatozoen/ml
Kryptozoospermie < 1 Mio. Spermatozoen/ml
Polyspermie > 250 Mio. Spermatozoen/mi
Asthenozoospermie < 50% Spermatozoen
mit Kategorie a und b oder< 25% Spermatozoen
mit Kategorie a
Teratozoospermie < 30% normale
Spermatozoen
OAT-Syndrom Oligoasthenoteratospermie
Azoospermie keine Spermatozoen im
Sediment nachweisbar
Aspermie kein Ejakulat
Parvispermie Volumen des Ejakulates< 2
ml
Hyperspermie Volumen des Ejakulates> 6
ml
Nekrozoospermie nur nichtvitale
Spermatozoen
Hämospermie Erythrozyten im Ejakulat
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